// Folge 8: Ben Urbanke – veganer Radsportler & FIBUR-Gründer // Jeden Tag ein bisschen besser machen – Der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi! Heute feiern wir den Welt Vegan Tag – natürlich gemeinsam mit einem passenden Gast. Das Thema unseres achten Podcasts lautet daher: Pflanzenpower! Dieses Mal im Interview: Ben Urbanke, welcher nicht nur als veganer Radsportler, sondern darüber hinaus auch mit einem spannenden Projekt als Gründer unterwegs ist.

// Good Made in China

Insbesondere in einem Land, in welchem ein Bewusstsein für umweltfreundliche Produkte, faire Arbeitsbedingungen sowie die Einhaltung von Arbeitsrechten nicht an der Tagesordnung sind, finden wir es wichtig, im uns möglichen Rahmen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit sowie faire Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit unserer Produktion in Lishui zusammen und sind mindestens einmal im Jahr vor Ort, um uns persönlich von der Umsetzung zu überzeugen. Unsere Besuche dokumentieren wir dabei stets in Form von Videos und Fotos, welche Ihr auf unserem YouTube Kanal sowie in unserem Blog findet.

In diesem Jahr haben wir Euch eine Kurzdoku mitgebracht, in welcher wir Euch auch einige unserer Angestellten vorstellen und zeigen, wer eigentlich hinter unseren nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus steckt. Neben unserer Zahnbürsten Produktion, haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal auch Bild- und Videomaterial aus unserer Wattestäbchen Produktion mitgebracht.

Auf unserem YouTube Kanal findest Du übrigens auch weitere Videos, die Dir zeigen, wie und wo unsere wasserneutralen, veganen & fairen Produkte genau entstehen. Hier nun jedoch erst einmal unser neustes Video sowie einige visuelle Eindrücke aus unserer Zahnbürsten sowie Wattestäbchen Produktion.

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// Folge 7: Klimapatenschaft // Jeden Tag ein bisschen besser machen – Der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi und herzlich willkommen zu Folge Nr. 7 unseres HYDROPHIL Podcasts! Zu Gast ist dieses Mal Felix Spethmann von der Klimapatenschaft Hamburg, welchen wir schon bald wieder sehen werden. Denn wie in jedem Jahr geht es für uns auch 2018 mit HYDROPHIL Ende Oktober zur von der Klimapatenschaft geplanten Pflanzaktion “Hamburg & Schleswig-Holstein pflanzen Trinkwasser”. Wofür die Menschen hinter dem Projekt Klimapatenschaft sich engagieren, wenn sie gerade mal keine Bäume mit uns und anderen Unternehmen pflanzen, erzählt Euch Felix in unserer heutigen Folge.

// Folge 6: Fuck Yeah // Jeden Tag ein bisschen besser machen – der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi! Für Folge #06 unseres Podcasts hat uns Flo des sexpositiven Hamburger Sexshopkollektivs Fuck Yeah in unserem HYDROPHIL Büro Rede und Antwort gestanden & mit uns über Feminismus und Sex geschnackt. Natürlich verraten wir Euch in der heutigen Folge auch, was sexpositiv eigentlich bedeutet & warum Fuck Yeah kein gewöhnlicher Sexshop ist.

Reinhören könnt Ihr wie immer auf unserem SoundCloud Kanal oder direkt hier: 

// Eine Woche müllfrei leben – Der Zero Waste Selbstversuch!

Ich bin Steffi und mache gerade ein Praktikum bei HYDROPHIL. Durch meine Arbeit hier bin ich sensibilisiert für das Thema Plastik und mir ist aufgefallen, dass ich im Alltag sehr viel Kunststoff entsorge. Allein beim Lebensmitteleinkauf ist alles in Plastik verpackt: Von Brokkoli und Salat über Getreide, wie Reis und Nudeln, bis hin zu Pflanzenmilch und Süßigkeiten wird alles nur in einem Verpackungsbehältnis angeboten.

Abgesehen vom Lebensmittelbereich lauern aber auch bei Hygieneprodukten und Kosmetik nahezu überall Plastikverpackungen. Das hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich habe zum Thema “Müllfrei Leben” recherchiert. Es gibt etliche Blogs von Menschen, die sich mit Zero Waste beschäftigen und Tipps geben, wie man selbst im Alltag keinen Müll mehr erzeugt. Dort habe ich mich also erstmal grob informiert um zu erfahren, was die Grundgedanken von Zero Waste sind. Dazu gibt es auch bereits hier einen Beitrag auf unserem Blog.

Doch was ist an Plastik eigentlich so schlimm?
Produkte aus Kunststoff sind stabil und haltbar. Was im täglichen Gebrauch praktisch erscheint, kann sehr negative Auswirkungen auf unsere Umwelt haben. So wird das Material in der Natur nicht abgebaut, sondern durch den Lauf der Zeit lediglich zerkleinert. Es dauert über 400 Jahre, bis sich eine Plastikflasche in winzige Partikel zersetzt. Deshalb leidet die Umwelt unter immer größeren Mengen an Mikroplastik. Die Belastung der Meere ist enorm: Nach aktuellen Schätzungen landen jährlich bis zu 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Dies muss man sich einmal bildlich vorstellen. Wie Marina und Micha von Ozeankind in unserem Interview im Dezember letzten Jahres hier auf dem Blog bereits erwähnt haben, entsorgt die Menschheit jede Minute etwa eine LKW-Ladung im Ozean. Diese Vorstellung scheint so absurd, ist aber leider ein Fakt.

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Photo by Jon Tyson on Unsplash

Doch wie kommen diese Unmengen an Plastik ins Meer?
Laut Umweltbundesamt stammt 80 Prozent des Plastikmülls in den Meeren aus dem Binnenland und gelangt vor allem durch Flüsse in die Meere. Dies geschieht meist durch unsachgemäß entsorgten Plastikabfall. So wird dieser direkt in Flüssen, Seen und Meeren entsorgt oder landet durch Wind im Wasser. Der Abfall stammt hierbei aus öffentlichen Mülleimern, Mülldeponien, Industrieanlagen oder auch der Landwirtschaft. Sind die Mikroplastikpartikel erst einmal in den Gewässern, so können sie schwer wieder daraus entfernt werden.

Fische und andere Unterwasserlebewesen nehmen außerdem die Plastikpartikel über ihre Nahrung auf, wodurch ihre Kiemen und ihr Magen-Darm-Trakt geschädigt werden. Kein Wunder, denn in weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile sechs Mal mehr Plastik als Plankton.

Wenn der Plastikabfall mit der aktuellen Geschwindigkeit voranschreitet, befinden sich, nach Schätzungen von Wissenschaftlern, im Jahr 2050 drei Mal mehr Plastik im Meer als Fische.

Plastik gefährdet jedoch nicht nur die Fische, sondern auch uns Menschen, denn vor allem Mikroplastik ist besonders gesundheitsgefährdend. Phthalate, also Weichmacher, die vor allem in Kosmetikprodukten wie Duschgels oder Peelings vorkommen, wirken genverändernd auf unseren Körper. Mikroplastik aus Kosmetikprodukten gelangt durch Abwasser in Gewässer, da Kläranlagen es nicht ausreichend filtern können.

Hauptverursacher des Plastikmüllproblems sind die Länder China, Indonesien, Vietnam, Thailand und die Philippinen. Diese sind für die Hälfte der Plastikverschmutzung weltweit verantwortlich. Ein wichtiger Schritt ist die Verbesserung des Müllmanagement in diesen Ländern. Das heißt aber nicht, dass wir nichts tun können. Jeder Deutsche wirft pro Jahr im Schnitt 450 kg Haushaltsmüll weg. Das sind mehr als ein Kilo am Tag. Bei Mülltrennung kann nur ein kleiner Anteil davon recycelt werden, was auch einen hohen Energieaufwand mit sich bringt. Der größere Teil wird verbrannt, was der Umwelt schadet. Die Ausmaße des Plastikmüllproblems sind leider viel zu wenigen Menschen bekannt. Seit 1950 wurden 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff erzeugt, wovon 600 Mio. Tonnen recycelt und 800 Mio. Tonnen verbrannt werden. 35 Prozent des weltweiten Plastikverbrauchs sind alleine auf Verpackungen zurückzuführen. Um dem entgegenzuwirken ist die logische Konsequenz, die Verwendung von Plastik zu vermeiden oder mindestens zu reduzieren. Je weniger Plastik im Umlauf ist, desto geringer ist das Risiko, dass es in die Umwelt gelangt. Außerdem schützt man durch Vermeidung giftiger Stoffe wie BPA die eigene Gesundheit.

Gesagt, getan. Ich versuche nun eine Woche komplett müllfrei zu leben.
Zu Anfang habe ich mich grob über die Thematik informiert, besitze bereits nachhaltige Hygieneprodukte, wie festes Shampoo, Seife oder die nachhaltige Zahnbürste aus Bambus. Außerdem habe ich bei jedem Einkauf einen Jutebeutel oder Rucksack dabei und befülle meine Glasflasche immer wieder mit Leitungswasser. Dennoch bin ich noch nicht vollständig mit plastikfreien Produkten ausgestattet und bin gespannt, welche Hindernisse die kommenden Tage auf mich zukommen.

Zuerst gehe ich im Supermarkt einkaufen, wo ich gegen meine Erwartungen eine große Ausbeute mit nach Hause nehmen kann: Kartoffeln, Kartotten, Spitzkohl, Kohlrabi und Auberginen landen auf dem Band. Damit kann man ein paar Gerichte zaubern. Auch beim Bäcker ist es kein Problem, die Brötchen in meine mitgebrachte Stofftasche gepackt zu bekommen. Nach kurzer Verwirrung erzähle ich dem Herrn hinter der Theke von meinem Selbstversuch und er zeigt großes Interesse und wünscht mir viel Erfolg. Während der Woche war ich in verschiedenen Supermärkten und habe ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die eine Kette führt fast nur in Plastik verpacktes Obst und Gemüse, im anderen Supermarkt ist ein großer Teil der Ware unverpackt.

In einer Großstadt wie Hamburg gibt es gleich mehrere Läden mit komplett unverpacktem Sortiment. So schaue ich beim Unverpackt-Laden Stückgut in Hamburg Ottensen vorbei. Dort gibt es ein großes Angebot von Getreidesorten, Nudeln oder Reis, aber auch Kosmetikprodukte, Waschmittel, Öl und viele weitere Produkte, die man sich in seine mitgebrachten Behältnisse füllen kann. Außerdem können Behälter für den Einkauf vor Ort mit Pfandsystem geliehen werden. Ich habe nur ein kleines Glas von Zuhause mitgebracht und nutze deshalb zusätzlich eines der Pfandgläser im Laden. Ich bin erstmal unsicher, wie man jetzt vorgeht und frage beim Personal nach, woraufhin mir das Vorgehen erklärt wird: Erst wiegt man sein leeres Glas, schreibt dessen Eigengewicht darauf und an der Kasse wird der komplette Inhalt gewogen. Das Einkaufserlebnis ist zum Anfang etwas ungewohnt und ich frage mich, wie teuer der Einkauf werden wird. Umrechnen ist nicht so meine Stärke, deshalb entscheide ich mich für ein großes Glas voller Nudeln und eine kleinere Menge an Zahnputztabletten, die ich schon lange mal ausprobieren wollte. Ca. 4 Euro zahle ich für meinen kleinen Einkauf und beschließe wiederzukommen.

Was Lebensmittel anbelangt, fällt mir die müllfreie Lebensweise überhaupt nicht schwer. Ich denke, dass der Zero Waste-Lebensstil in der Großstadt, in der es solche verpacktungsfreien Einkaufsmöglichkeiten gibt, sehr gut umsetzbar ist. Auch kann ich mir dies für den ländlichen Raum vorstellen, in dem es noch Hofläden gibt. In Kleinstädten könnte es schon etwas schwieriger werden. Dort scheinen mir Marktbesuche dann auf jeden Fall nötig, um sich mit verpackungsfreien Lebensmitteln versorgen zu können.

Für die Waschmaschine bringt mir meine Kollegin Lea Waschnüsse mit, die man einfach in einem Netz mit in die Maschine geben kann. Was den Hygienebereich betrifft, nutze ich für das Badezimmer ein festes Shampoo und eine Seife und putze meine Zähne mit der Bambuszahnbürste, sowie den Zahnputztabletten aus dem Unverpackt-Laden. Positiv fällt mir auf, dass die Produkte für die Körperhygiene sehr wenig Platz einnehmen, was vor allem bei meinem Wochenendausflug praktisch ist.

Zum Abschminken und als Pflege danach nutze ich Kokosöl, was erstaunlich gut funktioniert und super pflegt. Ratlos war ich jedoch bei dekorativer Kosmetik, da Schminke nahezu ausschließlich in Plastikbehältnissen verpackt ist. Im Internet finde ich aber Anleitungen, wie man z.B. Mascara oder Lippenstift selbst herstellen kann. Diesen Aufwand habe ich jedoch gemieden, da ich ohnehin noch mit genügend Vorräten versorgt bin. Selbiges gilt auch für Putzmittel, das noch zu Genüge in meiner WG vorhanden ist. Klar ist, dass die Umstellung auf Zero Waste ein Prozess ist, weshalb es nicht im Sinne der Sache ist, eine halbvolle Putzmittelflasche wegzuwerfen, nur weil diese in Plastik verpackt ist oder Plastik enthält. Ich finde jedoch viele Rezepte im Internet, für selbstgemachtes Putzmittel, die ich bald ausprobieren möchte.

Mein Fazit nach einer Woche
Der Zero Waste Lifestyle ist einfacher umsetzbar, als ich gedacht habe. Man muss mehr planen, was man essen möchte und kann nicht mal eben in der Mittagspause etwas spontan im Supermarkt kaufen. Vorkochen nimmt Zeit in Anspruch, aber ich finde diese Zeit nutzt man sinnvoll und spart dadurch auch Geld.
Was mir gefehlt hat waren Süßigkeiten. Kekse und Schokolade sind aufgrund der besseren Haltbarkeit immer verpackt. Schokolade gibt es zwar auch im Unverpackt-Laden, diese ist jedoch oft nicht vegan. Auch pflanzliche Milchalternativen sind immer in Tetra Packs abgefüllt. Diese können aber auch selbst hergestellt werden –  kostet aber eben auch Zeit, wie es bei DIY-Kosmetik der Fall ist. Ich finde die Beschäftigung mit nachhaltigen Alternativen im Hygienebereich spannend und möchte gerne weiterhin die plastikfreien Produkte nutzen. Auch selbstgemachte Zahnpasta will ich mal ausprobieren. Im Laufe der Woche sind zwei leere Aufstrichgläser und eine Kekspackung an Müll angefallen. Erstere können beim nächsten Besuch im Unverpackt-Laden wieder genutzt werden. Letzteres landete im Papp- und Plastikmüll.

Werde ich so weitermachen?
Ich habe vor, auch in Zukunft viel verpackungsfrei einzukaufen. Weniger Müll zu erzeugen fühlt sich irgendwie ziemlich gut an. Dennoch werde ich auch verpackte Produkte kaufen, wenn die Zeit es nicht anders zulässt oder ich diese einfach gerne haben möchte. Auch eine Reduzierung des Konsums verpackter Produkte setzt ein Zeichen. Ich denke, dass sich durch die immer höhere Nachfrage an Zero Waste Produkten in Zukunft auch der Markt verändern wird. Im besten Falle so, dass kein Recycling mehr nötig ist und eben einfach kein Müll mehr anfällt.

Quellen:
UmweltWissen – Wasser. Mikroplastik in Gewässern
Bayrisches Landesamt für Umwelt - Plastikmüll Statistik 2016 und 2017
Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane. Plastikmüll im Meer – Zahlen und

Fakten
The New Plastics Economy Rethinking the future of plastics, WORLD ECONOMIC FORUM, 2016.

// Modern Farming

Vertical Farming und Aquaponik – Neue Wege der modernen Lebensmittelproduktion? Vertical Farming soll das Leben von gestressten Städtern grüner gestalten und die so fern gewordene Lebensmittelproduktion vom Land ins urbane Zentrum bringen. Was wir zunächst mit einer Dachbegrünung zur Verbesserung der verschmutzen Luft oder Urban Gardening assoziiert haben, wird andernorts mittels hochtechnologisierten Anlagen wie z.B. sogenannte Farmscrapers realisiert. Das sind Gewächshäuser, in denen über viele Etagen hinweg auf kleinstem Raum Gemüse auf einer Nährstofflösung angebaut werden soll.

Farmscraper

https://www.maximumyield.com/farmscrapers-vertical-gardening-that-combines-the-past-and-future-of-agriculture/2/2981

Die Idee scheint nachvollziehbar. Die exzessiv genutzten Böden von landwirtschaftlichen Flächen sind ausgelaugt. Warum nicht den Platz vertikal und erdelos nutzen? Zumal in vielen Ballungszentren in Asien Vertical Farming dort Platz für Pflanzen schafft, wo alles bereits zugepflastert ist.

Vertical Farming kann als Überbegriff für neue und meist hochtechnologisierte Wege der Lebensmittelproduktion verstanden werden und bezieht sogenannte hydroponische und aquaponische Systeme ein. Bei hydroponischen Systemen wird Gemüse nicht im Boden angepflanzt, sondern auf einem Material wie z.B. Steinwolle oder Kokosfasern, welches mit einer Nährstofflösung versorgt wird. In Berlin versucht man sich momentan in der Vorreiterrolle was aquaponische Gewächshäuser betrifft – dort steht die ECF-Farm. Diese Art des Gemüseanbaus ist eine Kombination aus der hydroponischen Anbauweise und Aquakulturen. Bei der ECF-Farm werden Barsche in Aquakulturen gehalten und gleichzeitig Basilikum kultiviert. Pflanzen und Fische teilen sich das zirkulierende Wasser, welches durch die entstehenden Abfallprodukte beide Organismen mit Nährstoffen versorgen kann. Mit der richtigen Nährstoffversorgung und einer Lichtbestrahlung aus LED‘s wird ein schnelleres Wachstum von beiden Organismen begünstigt. Der nachhaltige Nebeneffekt – ein Wasserkreislauf kann geschlossen werden.

Aquafarming

http://www.pertanian99.com/2017/11/08/kelebihan-dan-kelemahan-cara-budidaya-menggunakan-sistem-aquaponik/

Vorteile:

  • Kurze Transportwege zwischen Produzent und Verbraucher sind gegeben. Die Städter können entweder mit dem Rad vorbeischauen oder sich frische Lebensmittel nach Hause bestellen.
  • Eine Entlastung der Meeresressourcen: Durch die Kreislaufanlage kann eine Meeresverschmutzung vermieden werden. Es stellt sich natürlich die Frage, wie eine Aquakultur nachhaltig gestaltet werden kann.

    Kritische Aspekte:

  • Mit den aquaponischen Kreislaufanlagen geht ein hoher Energieverbrauch durch LED Lampen sowie der weiteren Technik einher. Eingesetzt werden künstliche Behälter sowie eine Temperaturregelung, welche das Wachstum der Pflanzen sicherstellt.
  • Was zunächst als einfaches und wassersparendes Kreislaufsystem erscheint ist also eine Anlage, welche mit viel Technik, Energie und Ressourcen betrieben werden muss. Realisierbar ist dies meist nur durch große finanzielle Mittel und Investoren.
  • Die Regeneration und Pflege von Böden ist vor allem für die Landwirtschaft zwingend notwendig. Aquaponische Systeme und Vertical Farming selbst bieten zwar Alternativen. Das Problem an sich wird jedoch nicht behoben. Bioland und Demeter lehnen diese technischen Systeme ab. Die Debatte geht darum, ob der Gemüseanbau ohne natürliches Licht und Boden noch ökologisch wertvoll ist.

 

Es stellt sich also die Frage, ob Vertical Farming der Schlüssel zu einer modernen, effizienten und nachhaltigen Lebensmittelproduktion sein kann oder ob nicht vorzugsweise auf die alt bewährten Methoden zurückgegriffen werden sollte, um den Ausbau einer biologischen Landwirtschaft nachhaltig zu stärken.

 

Für mehr Infos, hier ein paar interessante Links:

Gemüse aus dem Hochhaus? von Nora Klopp und Franz-Theo Gottwald:
https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2018/KAB_2018_303_308_Klopp_Gottwald.pdf

Kritik an Aquaponik und Indoorfarming Von Philipp Stierand:
https://speiseraeume.de/kritik-aquaponik-und-indoorfarming/

Aquaponik – ein vorbildliches System – FUTURE – ARTE
https://www.youtube.com/watch?v=LAFE5lAq_io

// Online Marketing Praktikant*in gesucht!

Ihr habt Lust auf ein spannendes Praktikum im Bereich Online Marketing?
Dann bewirb dich bei uns. Beginn ist 01. August 2018. Hier gehts zur Ausschreibung:

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Alternativ kannst du die Ausschreibung auch als pdf herunterladen: ausschreibung_praktikum_online-marketing_08-2018.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!

// Plastic Free July – Challenge accepted!

Die Prognose unseres weltweiten Plastikkonsums ist erschreckend – 2050 soll es mehr Plastik als Fische im Meer geben. Es stellt sich also die Frage, wie sich der eigene Plastikkonsum minimieren lässt, um uns und die Umwelt nicht noch mehr mir Plastik zu belasten. Das haben sich 2011 auch ein paar kluge Köpfe in Australien gedacht und den Plastic Free July ins Leben gerufen, welcher weltweit dazu auffordert den Verbrauch von Plastik im täglichen Gebrauch zu reduzieren und zusammen Alternativen zu finden. Sie nähern sich dem Thema spielerisch und machen daraus eine Challenge. Ziel dieser Kampagne ist es aber auch, eine Bewegung zu schaffen, die bewusst auf Einwegplastik verzichtet. Unter dem Hashtag #choosetorefuse werden Lösungsansätze & Erfahrungen aber vor allem ganz viel Motivation geteilt, um sich der Herausforderung zu stellen. Ziel ist es gar nicht radikal Plastik aus dem Haus zu verbannen. Es sind kleine Schritte notwendig, um einen plastikfreien Konsum in den Lebensalltag zu integrieren. Der erste Schritt wäre also, so gut es geht, auf Einwegplastik zu verzichten!

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Auch wir bei HYDROPHIL haben festgestellt, Einwegplastik auszuweichen, ist im Büroalltag gar nicht mal so leicht. In der Mittagspause kurz in den Supermarkt springen, um sich einen in Plastik eingepackten Salat und Brötchen in einer Plastiktüte zu holen oder beim Asiaten die Nudelpfanne liefern zu lassen, die selbstverständlich in Plastik eingepackt ist. Nachdem der Magen gefüllt ist, kommt dann das schlechte Gewissen: der Verpackungsmüll hätte sich vermeiden lassen können. Z.B. durch vorgekochtes Essen. Um dies jedoch jeweils am Abend vorher zu machen, dazu gehört Disziplin und eben auch Zeit. Die Frage stellt sich also, wie sich gute Alternativen im Büro finden lassen, ohne seine Gewohnheiten komplett auf den Kopf stellen zu müssen. Mit unserer Gemüsekiste und den gemeinsamen Kochtagen sind bereits erste Schritte getan. Wir wollen schauen, welche Ideen noch aufkommen, damit der Magen plastikfrei gefüllt werden kann.

Unsere Erfahrungen beim Plastikfasten könnt Ihr hier auf Instagram mitverfolgen, ebenfalls haben wir tolle und inspirierende Tipps und Tricks von Freunden und Kooperationspartnern parat und freuen uns Euch diese weiterhin im Laufe des Monats zu zeigen! Seid dabei, beim plasticfreejuly.

// Auf ein Glas Leitungswasser mit… Marlon von TEIKEI COFFEE

1. Wie trinkst Du dein Leitungswasser am liebsten?
Am liebsten noch schön kalt, aus meiner Soulbottle!

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2. Wer steht hinter Teikei Coffee? Welche Rolle spielst Du dabei?
Hinter Teikei Coffee steht eine ganze Gemeinschaft von verschiedensten Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Mexiko. Insgesamt sind wir ca. 25 Personen, die das Rad am Laufen halten: Vom Anbau bis in die Tasse macht der Teikei Coffee eine lange, spannende Reise. Wir als Team koordinieren die Abläufe, organisieren und gründen Verbrauchergemeinschaften, übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr. Gegründet wurde Teikei Coffee 2016 von Hermann Pohlmann. Hermann ist Künstler und lebt in Freiburg. Er beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit dem Konzept der Solidarischen Landwirtschaft und hat 8 Jahre in Brasilien gelebt und dort das Netzwerk solidarischer Landwirtschaften CSABRASIL gegründet. Teikei ist nun sein nächstes Projekt. Vor gut einem Jahr habe ich Hermann kennen gelernt, seitdem stehe ich in engem Kontakt mit ihm und übernehme an sich alles was so anfällt. Hauptsächlich arbeite ich an der Entwicklung der Strukturen unserer Organisation; ich suche z.B. neue Kooperationspartner und kümmere mich auch um die Website, den Probierladen sowie den reibungslosen Ablauf von Bestellungen. Momentan plane ich das Entladen unseres Kaffees von dem Segelschiff. Zum Entladen suchen wir immer mal Freiwillige, die uns im Hamburger Museumshafen unterstützen möchten. Infos gibt es dazu regelmäßig auf unserer Website.

3. Mit Eurer Organisation wollt Ihr solidarische Landwirtschaft von der lokalen auf die globale Ebene übertragen. Wie sieht dies bei Eurem Kaffeeanbau konkret aus und wie ist der Kontakt zu den Bauern in Mexiko entstanden?
Ja genau, wir möchten die Vorzüge einer solidarischen Wirtschaftsweise – wie z.B. Nähe, Fairness, Transparenz der Produktion und natürlich Qualität des Produktes – ausweiten, sodass auch Produkte, die hier nicht heimisch sind, weiter konsumiert werden können. Allerdings eben auf eine zukunftsfähige Art und Weise. Wir möchten das Konzept der regionalen und solidarischen Landwirtschaft aufgreifen, in der sich Verbrauchergemeinschaften Erzeuger*Innen zusammenschließen, um eine Abnahme der Ernte zu garantieren und die Ernterisiken zu teilen. Mitglieder*Innen der Teikei Verbrauchergemeinschaften finanzieren ihren Kaffeeverbrauch eines Jahres im Vorhinein. Die Bauer*Innen in Mexiko profitieren so von der Abnahmesicherheit ihres Produkts und von einem Lohn für ihren Kaffee, der im Gespräch entstanden ist. So können zum einen unsere Partner in Mexiko gut planen und müssen sich nicht um die Vermarktung usw. kümmern, sondern konzentrieren sich voll und ganz auf einen Anbau der ihnen selber, der Natur und dem Produkt zu Gute kommt. Aber auch die Seeleute der Timbercoast-Reederei und unsere Röster in Deutschland unterstützen wir durch unser gemeinschaftsgetragenes Konzept.
Der Kontakt nach Mexiko ist auf einer Tagung für biodynamische Landwirtschaft in der Schweiz entstanden. Als Teikei Coffee noch nicht mehr als eine Idee war, stellte Hermann das Projekt vor einer Gruppe Landwirte vor. Sofort meldete sich Gibran, der Gründer unserer heutigen Partnerfarm „El Equimite“, welche zu dem Zeitpunkt auch noch sehr jung war. Seither entwickeln sich beide Projekte Seite an Seite weiter. „El Equimite“ ist ein Demeter zertifizierter landwirtschaftlicher Betrieb. Dort wird zwar auch Kaffee angebaut, dieser Kaffee macht jedoch nur einen geringen Teil unseres Teikei Coffees aus. Hauptsächlich beziehen wir unseren Kaffee von Kleinbauer*Innen, die sich bei „El Equimite“ in biodynamischer Agroforstwirtschaft ausbilden lassen. Wir unterstützen also die Kleinbauer*Innen in ihrem Bestreben, einen solidarischen und zukunftsfähigen Kaffeeanbau zu realisieren.

4. Auf Eurer Website kann man Teil der Gemeinschaft werden und Ernteanteile für seinen eigenen Kaffee erwerben. Welche Vorteile bietet eine solche Verbrauchergemeinschaft Euch und den Bauern? Muss man Teilnehmer sein, um den Kaffee erwerben zu können?
Ein großer Vorteil ist es, dass sich Verbrauchergemeinschaften selbständig organisieren und ihre Bestellungen bündeln . Das bedeutet für uns, dass wir viele umfangreiche Lieferungen haben. Die sind dann gut planbar, da die Liefertermine und deren Dimensionen im Vorhinein feststehen. Das spart natürlich zum einen Arbeitszeit und zum anderen, was für uns viel wichtiger ist, es reduziert den ökologischen Fußabdruck.Denn durch den Versand von großen Kaffee-Paketen vermeiden wir es, viele kleine Einzelbestellungen auf postalischem Weg zu versenden.
Für die Kaffeebauer*Innen ist das gemeinschaftsgetragene Vorgehen vorteilhaft, da sie vorab wissen, dass ihr Kaffee in jedem Fall verteilt wird und so ihr Einkommen, unabhängig von Preisschwankungen am globalen Markt, gesichert ist. Auch das Ernterisiko lastet nicht mehr einzig und allein auf ihren Schultern, sondern wird kollektiv von der Gemeinschaft getragen.
Von einer solidarischen Verbrauchergemeinschaft profitieren aber insbesondere auch die Verbraucher*Innen selbst. Zum einen können sich die Mitglieder der Gemeinschaft untereinander austauschen und sich gegenseitig über Kaffee im Allgemeinen und Vorgänge bei Teikei Coffee informieren. So kann Konsum bzw. Genuss Menschen zusammenführen. Zum anderen kann man sich aber auch innerhalb einer solchen Gemeinschaft solidarisieren, wenn zum Beispiel ein Mitglied der Gemeinschaft sagt, es könne sich nur 20 €/kg leisten, so kann ein weiteres, wohlmöglich finanziell besser gestelltes Mitglied, dies kompensieren, indem es einen etwas höheren Preis für dessen Anteil zahlt. Das ist allerdings alles keine Pflicht, dies geschieht im Dialog innerhalb einer jeden Verbrauchergemeinschaft. Ganz nach dem Motto: alles kann, nichts und niemand muss! Man kann auch als Einzelperson Teil der Gemeinschaft werden oder den Kaffee zunächst mal in unserem Onlineshop zum Probieren bestellen.

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5. Was geschieht bei Ernteausfall? Geht man als Teilhaber ein Risiko ein?
Ja, das ist unser Ziel. Die Idee ist, dass die Erzeuger*Innen eines Produktes nicht mehr allein dieses Risiko tragen müssen, sondern dass es von der Gemeinschaft getragen wird. Nicht selten werden landwirtschaftliche Betriebe durch Ernteausfälle ruiniert, so gut wie nie können die Erzeuger*Innen etwas dafür. Viel mehr sind es Krankheitsbefälle oder extreme Witterungsbedingungen, die die Ernte beeinträchtigen können. Als Verbraucher kriegen wir von diesen Risiken und Schattenseiten des Wirtschaftens allerdings nur selten etwas mit. Wir genießen nur die erwirtschafteten Produkte, wenn die Ernte gut läuft. Wir bei Teikei sind der Überzeugung, dass dies ein Missstand ist und es nur fair ist, wenn Risiken von alle Beteiligten gemeinsam getragen werden. Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass man bei einer guten Ernte mehr bekommt als zunächst angenommen. Jedoch befinden wir uns momentan noch in der Aufbauphase von Teikei Coffee und entwickeln Strukturen, um diesen Aspekt des Projekts umsetzen zu können. In den ersten Jahren wird der Preis stabil gehalten, bei 29 €/kg, aktuell tragen die Verbraucher*Innen also kein Risiko.

6. Die Ware wird mit dem Segelschiff Avontuur von Mexiko nach Deutschland transportiert. Die Überfahrt dauert zwei Monate, da das Schiff ausschließlich durch die Kraft des Windes angetrieben wird. Welche Vorteile bietet diese Form des Transportes und seht ihr dies als realistische Alternative zu Containerschiffen für den Welthandel?
Der Transport mit dem Segelschiff liegt uns sehr am Herzen. Die Containerschifffahrt hat ungeahnte Ausmaße angenommen und damit auch ihre vielfältigen schädlichen Einflüsse. Neben den immensen Emissionen von Kohlenstoffdioxiden und Stickoxiden, die die Klimaerwärmung vorantreiben, spielt auch die Verschmutzung eine Rolle. Nicht nur Schweröl, welches häufig genug seinen Weg in den Ozean findet und die maritimen Ökosysteme belastet, sondern auch Lärm-Emissionen von Schiffsmotoren und Schiffsturbinen stören das marine Leben erheblich. Schall wird unter Wasser viel weiter getragen als in der Luft, gerade geräuschsensible Lebewesen wie Wale werde also stark von diesem Lärm gestört. All dies kann durch den Transport mit der Avontuur verhindert werden. In diesem Punkt sind wir uns alle einig: dies ist die optimale Transportweise für unseren Kaffee.

7. Im Mai 2018 kam die erste Ladung Kaffee mit der Avontuur im Hamburger Hafen an. Wie verlief die und was sind Eure Pläne für die Zukunft?
Ganz genau! Nach der Entladung von der Avontuur brachten wir die grünen Kaffeebohnen ins Lager, von wo die zum Röster transportiert wurden. Das war alles total aufregend! Rund 11 Tonnen grüne Kaffeebohnen wogen nach der Röstung noch gute 9 Tonnen. Diese gilt es im Laufe des Jahres zu verteilen. Unsere Gemeinschaft ist aktuell noch klein. Erst gute 2 Tonnen der 9 sind bereits verteilt. Ein großer Teil unserer Arbeit besteht also darin, unsere Verbrauchergemeinschaft zu vergrößern, um mehr Kaffeebäuer*Innen in Mexiko in unsere Gemeinschaft aufnehmen zu können. Es gilt also weiter Menschen von dieser Art des Wirtschaftens und von unserem leckeren Kaffee zu begeistern. Wir möchten weiter an unseren Strukturen arbeiten und es Menschen leichter machen, eine Verbrauchergemeinschaft zu gründen und zu organisieren. Dafür möchten wir den Menschen Anleitungen und „Werkzeuge“ an die Hand geben. Wir planen bald noch weitere Produkte auf diese Art und Weise zu handeln, es wird dann auch noch Teikei Chocolate, Teikei Spices“, Teikei Tea und einige mehr geben!

Vielen Dank für das Gespräch!

// Zähne putzen? Aber bitte richtig!

„Kind putz dir die Zähne vor dem zu Bett gehen“ hat meine Oma immer zu mir gesagt. Das war der wohl prägendste Satz zum Thema Zähne putzen in meiner Kindheit. Dazu gesellten sich noch einige kluge Ratschläge von Eltern, Tanten und Zahnärzten, durch die ich ein gefährliches Halbwissen zum Thema Zähne putzen erlangt habe. Deshalb wollen wir in diesem kleinen Blogartikel mit den verbreiteten Mythen um das „Richtige Zähne putzen“ aufräumen und euch eine Anleitung an die Hand geben.
Die gute Nachricht vorweg: Einige alte Weisheiten von Oma sind auch heute noch gültig. Wie beispielsweise der Rat „Putz von Rot nach weiß“, was nichts anderes bedeutet als vom Zahnfleisch zum Zahn hin zu putzen. Auch der Hinweis, dass man doch 2- bis 3-mal tägliche Zähne putzen sollte ist noch immer gültig.2017_12_14_Hydrophil_Produktfotos_0383

Neu ist, dass nicht mehr kreisende Bewegungen zur Reinigung genutzt werden sollten. Besser ist die Bass Methode. In dieser setzt ihr die Zahnbürste im 45 Grad Winkel an das Zahnfleisch und putzt ein paar Mal hin und her entlang der Zähne. Danach bürstet ihr den entfernten Schmutz vom Zahnfleisch weg.
Weitere hilfreiche Tipps sind:

· Besser lange & gründlich putzen statt schnell und heftig

· Nachdem Essen eine halbe Stunde warten, da sich durch das verzehrte Essen die Mundflora verändert und erst nach ca. 30 Minuten der pH-Wert wieder normalisiert hat.

· Einmal am Tag Zahnseide benutzen, denn auch unser Superheld die Bambus Zahnbürste kommt nicht zwischen eure Zähne

Ein weiterer weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Zähneputzen vor dem Frühstück genauso gut ist wie nachher. Aber auch hier müssen wir einhaken und euch sagen, dass sich nach den Mahlzeiten Speisereste im Mundraum ansammeln können. Diese können die vorhandenen Bakterien in eurem Mundraum in schädliche Säure umwandeln und die Zähne angreifen.

Das klingt jetzt vielleicht erstmal nach ganz schön vielen Dingen die man beachten muss, aber sobald ihr eine Routine für euch gefunden habt ist es eigentlich ganz einfach. Ver

Perfekt unterstützen können euch bei eurer täglichen Routine natürlich einige unserer Produkte, wie beispielsweise unsere Bambus Zahnbürste oder das Kräuter Mundwasser, um einen frischen Atem nach der Zahnreinigung zu bekommen.

Wir wünschen dir viel Spaß & Erfolg beim Zähne putzen!

Dieser Artikel wurde von unserem Praktikanten Marc verfasst.

// Heute ist Weltwassertag!

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. In Gewässern finden unzählige Pflanzen und Tiere ihren Lebensraum. Wir nutzen Wasser zum Trinken, für unsere Ernährung und die tägliche Hygiene und die Wirtschaft benötigt Wasser, um Waren herzustellen. Deshalb ist es sehr wichtig, den Schutz und die Nutzung von Gewässern so weit wie möglich in Einklang zu bringen.

Heute am 22. März findet wieder der alljährliche Weltwassertag statt. Dieser Tag wurde anlässlich der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ 1992 in Rio de Janeiro ins Leben gerufen und informiert seitdem jedes Jahr unter einem bestimmten Motto über wichtige Themen, die im Zusammenhang mit Wasser stehen.

Dieses Jahr soll es um „Nature for Water“ gehen, wobei auf die Leistung natürlicher Ökosysteme und die Nutzung deren Potenzials für das Gewässermanagement aufmerksam gemacht werden soll. In der Natur dienen Wälder, Wiesen und Feuchtgebiete als Wasserspeicher. In Auen wird Hochwasser gedämpft und es finden dort viele Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum. Solche „multifunktionalen Ökosysteme“ können technische Bauwerke ersetzen bzw. ergänzen und sind sehr wichtig für die Erhaltung der Wassermenge und Qualität. Ihr Schutz ist also von großer Bedeutung für die Umwelt, weshalb auf dieses Thema durch den diesjährigen Weltwassertag in der breiten Öffentlichkeit hingewiesen werden soll. Die UN Water fordert alle Staaten dazu auf,  Aktionen rund um diesen Bereich auf nationaler Ebene zu starten.

Gewässertyp des Jahres

Quelle: UBA, Jörg Schönfelder

Jedes Jahr wird am Weltwassertag vom Umweltbundesamt ein Gewässertyp des Jahres vorgestellt. Auch bei dieser Aktion geht es darum,  die ökologische Bedeutsamkeit und die Schutzwürdigkeit der Gewässer bekannter zu machen. Dieses Jahr wurde der „sandige Tieflandbach“ auserwählt. Diesem Gewässertypen werden kleine Bäche in den sandigen Tieflandregionen in Deutschland zugeordnet. Der Boden des Gewässers besteht überwiegend aus Sand und ist natürlicherweise flach. Detailliertere Informationen über den Gewässertypen des Jahres 2018 findest Du auf der Seite des Umweltbundesamtes.

Zuletzt haben wir noch ein paar interessante Fakten rund ums Thema Wasser für Euch:

Die Erdoberfläche ist zu 72% mit Wasser bedeckt. Davon sind 79% Meerwasser, 2,7% Süßwasser und 0,3% Trinkwasser.

Wasser kommt auf der Erde als einzige Substanz gleichzeitig in drei verschiedenen Zuständen vor: fest, flüssig und gasförmig.

Das Wasser auf der Erde befindet sich in einem ständigen Kreislauf aus Niederschlag und Verdunstung. Wasser kann also nicht verbraucht werden und ist somit keine endliche Ressource, wie z.B. Erdöl. So wird es genutzt und gelangt dann wieder in den Kreislauf zurück.

Deutschland gehört zu den wasserreichen Ländern. Die Wassermengen weltweit sind sehr unterschiedlich in den einzelnen Ländern verteilt. Hierzulande wird das vorhandene Wasser zu einem Viertel genutzt, davon vier Prozent als Trinkwasser.

Zwei Drittel des deutschen Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen und jeweils 10% aus Seen und Talsperren.

In Deutschland ist gesetzlich ist festgelegt, dass eine gute ökologische und chemische Qualität von Gewässern bewahrt bzw. wiederhergestellt werden muss.

Der Mensch trinkt im Laufe seines Lebens etwa 30000 Liter Wasser. Der menschliche Körper kann nicht mehr als drei Tage ohne Wasser auskommen. Er besteht selbst zu 60% aus Wasser.

2010 erklärten die Vereinten Nationen Wasser zu einem Menschenrecht.

Dennoch haben auch heute rund  900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jedes Jahr sterben etwa 3,5 Millionen Menschen an den Folgen schlechter Wasserversorgung.

Das meiste Wasser wird weltweit in der Landwirtschaft verbraucht.

Weltweit werden 70 Prozent des Süßwassers für die Herstellung von Nahrung verbraucht. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden bis zu 15.000 Liter Wasser benötigt.

Jedes Jahr wird von UN Water anlässlich des Weltwassertages der „World Water Development Report“ veröffentlicht. Dieses Jahr trägt er den Titel ”Nature Based-Solutions for Water”. Wenn Du noch mehr über das Thema erfahren möchtest, kannst Du ihn hier einsehen. Viele weitere Infos rund um die Themen Wasser und virtuelles Wasser findest Du auch bei uns im Blog.

// Dieser Artikel wurde von unserer Praktikantin Steffi verfasst.

// Neue Borsten für unsere nachhaltige Zahnbürste

HYDROPHIL neue Bosten Zahnbürste Bambus

Ahoi hoi ihr Lieben!

Da uns die ständige Verbesserung unserer Produkte sehr am Herzen liegt, versuchen wir immer noch nachhaltigere Lösungen und Materialien für diese zu finden. Deshalb waren schon lange auf der Suche nach noch umweltfreundlicheren Borsten aus nachwachsenden Rohstoffen für unsere nachhaltige Zahnbürste aus Bambus. Und wir sind fündig geworden! Nach einer langen Testphase möchten wir euch heute ganz stolz unsere Neuheit vorstellen:

Unsere nachhaltige Zahnbürste aus Bambus ab jetzt mit komplett erdölfreien Borsten!

Bevor wir genauer ins Detail gehen, haben wir für euch die wichtigsten Fakten zu den Borsten und deren Material zusammengefasst:

- Die neuen Borsten bestehen in Zukunft aus nachwachsenden Rohstoffen und sind damit 100% biobasiert.

- Sie werden aus Rizinusöl hergestellt, sind BPA-frei und enthalten keinerlei Erdöl. Rizinusöl ist ein Naturprodukt, das aus den Samen des Wunderbaums (Ricinus Communis) gewonnen wird.

- Der Rohstoff kommt weder als Nahrungsmittel noch als Futtermittel zum Einsatz und dessen Anbau konkurriert somit nicht mit den Anbauflächen für Nahrungsmittel.

Rizinusöl

Was genau ist dieses Rizinusöl?

Rizinusöl wird aus den Samen des Baumes Ricinus communis gewonnen. Dieser wird auch als „Wunderbaum“ bezeichnet und wächst vor allem in Indien, Brasilien und China. Das Rizinusöl besteht zu 80 bis 85 Prozent aus Rizinolsäure, dem Ausgangsstoff zur Polyamid Produktion. Zur Entfernung unerwünschter Bestandteile wird das Öl zunächst raffiniert, entsäuert und mit Wasserdampf behandelt. Danach kann es in den bestehenden Anlangen in die gewünschten Monomeere zur Polyamidherstellung umgewandelt werden. Jährlich werden etwa 600.000 Tonnen des Öls gewonnen. Hiervon importiert allein Deutschland ungefähr 40.000 Tonnen. Diese gehandelten Mengen zeigen aber, dass es sich im Vergleich zum gesamten Kunststoffmarkt noch um einen sehr kleinen Anteil handelt. Das tolle an der Ausgangspflanze ist, dass diese weder als Nahrungsmittel, noch als Futtermittel zum Einsatz kommt, wodurch ihr Anbau nicht mit Anbauflächen für Nahrungsmittel konkurriert.

Die neuen Borsten enthalten – durch Zertifizierung nachgewiesen – ausschließlich biobasierten Kohlenstoffanteil. Sie bestehen aus dem umweltfreundlichsten Material, das aktuell verfügbar ist. Leider können sie unter normalen Haushaltsbedingungen trotzdem nicht kompostiert werden. Deshalb empfehlen wir, die Borsten getrennt vom Griff zu entsorgen.

Außerdem gibt es auch eine kleine optische Änderung unserer Zahnbürste: Ab sofort sind alle Borsten weiß. Damit ihr bei den blauen Zahnbürsten für Erwachsene die weiche von der mittelweichen Variante unterscheiden könnt, wird Letztere in Zukunft einen hellen Griff bekommen.

Wenn euch diese Innovation genauso freudig stimmt wie uns und ihr eure eigene erdölfreie nachhaltige Zahnbürste aus Bambus ergattern wollt, dann hier entlang!

Zertifikat Borsten HYDROPHIL

 

// Folge 5 – Ohne Gedöns – Jeden Tag ein bisschen besser machen – der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi! Willkommen zurück beim HYDROPHIL Podcast. In Folge #5 nehmen wir Euch auf einen Schnack mit Maren mit in den tiefsten Norden unserer schönen Hansestadt und sind in ihrem unverpackt Laden Ohne Gedöns zu Gast. Bei Maren findet Ihr unter anderem auch unsere Produkte und es gibt natürlich auch darüber hinaus einiges in Ihrem Laden zu entdecken. In der heutigen Folge dreht sich daher natürlich alles um das Thema unverpackt Einkaufen.

// Auf ein Glas Leitungswasser mit… Zero Waste Austria

Heute möchten wir euch den Verein Zero Waste Austria vorstellen und haben hiefür „auf ein Glas Leitungswasser“ mit der Gründerin Helene gequatscht. Die Mission des Projekts lautet „Schritt für Schritt gemeinsam zu weniger Müll“ und soll Zero Waste in Österreich noch bekannter machen und eine müllfreie Unternehmenskultur zu fördern. Wie Zero Waste Austria diese Ziele erreichen möchte, erzählt Euch Helene im heutigen Interview.

1. Wie trinkst Du dein Leitungswasser am liebsten?
Am liebsten trinke ich gutes, kaltes Wiener Hochquellleitungswasser in meiner Edelstahltrinkflasche.

2. Welchen persönlichen Bezug hast du zum Thema Zero Waste? Gab es einen ausschlaggebenden Moment, der dich den Entschluss fassen ließ, kein Plastik mehr zu verschwenden?
Es war und ist ein Prozess bei mir privat Plastik und unnötigen Müll zu vermeiden. Es war mir Helene // Zero Waste Austria - (c) Kai Wichmannschon immer ein Anliegen, ich habe selbst während dem Studium eine Art „Unverpacktladen“, damals gab es das Konzept noch nicht, eröffnet und einige Jahre geführt. Vor ca. 4 Jahren hatte ich das Problem, dass unsere Mülltonne beim Haus oft am überquellen war (wir teilten sie uns für 2 Haushalte). Kurz dachte ich, ich müsste eine größere bei der Gemeinde bestellen. Der Gedanke schien mir so in die falsche Richtung zu gehen, dass ich begonnen habe, Alternativen zu suchen, wie wir unseren Restmüll verringern können. Wir haben zwar noch immer Restmüll, aber das Problem, dass die Tonne zu klein ist, haben wir schon lange nicht mehr. Ich bin sehr dankbar durch meine Arbeit eine ständige Motivation zu haben, besser in der Müllvermeidung zu werden, denn ich kenne das nur zu gut. Es gibt immer viele Ausreden, zu wenig Zeit und in der Familie zu viele Wünsche, …. Auch wenn wir noch lange nicht Restmüllfrei sind, haben wir doch deutlich weniger als der Durchschnitt und es freut mich, wenn meine Kinder schon jetzt einen sehr bewussten Umgang zu Verpackung haben.

3. Zero Waste Austria hat es sich zum Auftrag gemacht, eine plastikfreie Unternehmenskultur zu fördern. Wie sieht eure Arbeit konkret aus? Wie gestaltet sich die Vernetzung von Akteuren im nachhaltigen Bereich?
Ja genau, Ziel ist eine ressourcenschonende Unternehmenskultur, aber Plastik ist da natürlich ein großes Thema. Die Arbeit und Mission unterteilt sich konkret in: Bewusstseinsbildung via Facebook, Website und Veranstaltungen und Projektarbeit wie zum Beispiel das Projekt zur Abfallvermeidung in der Hotellerie und gegen Lebensmittelverschwendung. Ein großer Teil ist auch die Vernetzung und die Förderung von Unternehmen, die Lösungen bereits leben und anbieten. Diese Vernetzung passiert als Teil der Kooperationen zur Zero Waste Card.

4. Seit Dezember 2017 kann jeder, der möchte ein förderndes Mitglied von Zero Waste Austria werden. Mit der Mitgliedschaft erhält man eine Zero Waste Card. Was hat es mit dieser Karte auf sich?ZWA Logo-Transparent
Mit der Zero Waste Card, übrigens eine wunderschöne Karte aus Holz, bekommt man bei derzeit über 30 österreichischen Unternehmen, die sich für eine ressourcenschonende Welt einsetzen, Rabatte. Die Karte ist ab Ausstellungsdatum 1 Jahr gültig. Durch den Erwerb der Mitgliedschaft unterstützt man die Arbeit von Zero Waste Austria und fördert nachhaltige Unternehmen, eine Welt zu schaffen, wie wir sie uns wünschen und wir auch brauchen. Teilnehmende Unternehmen sind zum Beispiel Unverpacktläden bei denen du 5% bzw. 10% bei jedem Einkauf erhältst, Fitnesskleidung aus upgecycleten Fischernetzen oder veredelte ungenutzte Früchte bis hin zu Trockenshampoos und vielem mehr.

5. Ihr habt ein Projekt zur Reduzierung von Abfall in der Hotellerie gestartet. Dazu wollt ihr Ende 2020 einen Zero Waste Leitfaden veröffentlichen, wofür ihr ihr auch in eurer Community nach Hilfe sucht. Wie stellt ihr euch diese Hilfe vor?
Inspiration. Einerseits was sich Hotelgäste, die viele von uns von Zeit zu Zeit sind, wünschen, was sie akzeptieren würden und anderseits auch einfach auch das Wissen mit uns teilen, was man in Hotels in anderen Ländern schon gesehen hat. Ich war zum Beispiel einmal in einem SPA in Schweden. Dort gab es wiederverwendbare, hochqualitative Badeschuhe. Bei den Hotelbegehungen für das Projekt, sehe ich in allen Spabereichen Einwegbadeschuhe und als Antwort bekomme ich, dass es keine Alternative gibt. Aber ich habe sie in Schweden gesehen. Ich habe den Kontakt hergestellt und werde nun recherchieren, ob diese wiederverwendbaren Badeschuhe eine rentable Alternative für motivierte Hotels auch bei uns wären. Solche Beispiele und andere Wünsche wären eine tolle Unterstützung für das Projekt Abfallvermeidung in der Hotellerie.
6. Du gibst dieses Jahr einige Workshops und hältst gut besuchte Vorträge zum plastikfreien Leben. Wie erklärst du dir, dass das Interesse an diesem Thema gerade so groß ist?
Es ist ein weltweiter Trend, der nicht mehr aufzuhalten ist. Ich glaube viele Menschen möchten aus unserer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft aussteigen. Sich wieder auf Qualität besinnen. Qualität bei Produkten, Essen und bei Aktivitäten. Zero Waste bietet da viele Handlungsalternativen und zeigt auch wie es möglich ist, sich Qualität/Lebensqualität zu leisten. Durch die Reduktion aufs Wesentliche. Bei den Workshops und den Vorträgen wird viel altes Wissen wieder neu belebt, es ist ja nichts neues nicht so viel unnötigen Müll zu verursachen. Altes neu entdecken und vor allem schätzen zu lernen, bedeutet für mich auch Zero Waste.

Neben den klassischen Zero Waste Tipps, sich eine wiederverwendbare Trinkflasche, Stofftasche und Edelstahldose anzuschaffen (sind wirklich sehr praktisch und verschönern einem das Zero Waste Leben), denke ich ist es sehr wichtig Gleichgesinnte zu haben. Durch die ständige Inspiration und Motivation von außen bleibt man dran und kommt auf Dinge, an die man selber nie gedacht hat. Vielleicht hast du jemanden in deinem Freundeskreis, mit dem du dich austauschen kannst, aber falls nicht, oder auch zusätzlich, ist es eine Bereicherung sich online auszutauschen, Zero Waste Austria und Zero Waste Bloggerinnen zu folgen und sich in einer Onlinegruppe zu vernetzen. Bei den Zero Waste Austria Treffen und Workshops lernt man auch viele Menschen kennen, die für das Thema brennen.

// Auf ein Glas Leitungswasser mit… Cradle2Cradle

Beim heutigen „Auf ein Glas Leitungswasser mit…“ erklärt uns Thomas von Cradle2Cradle e.V.,
warum es keine Wunschvorstellung ist, komplett recyclebare Produkte herzustellen.
Der gemeinnützige Verein setzt sich für einen kulturellen und gesellschaftlichen Wandel ein. Grundlage hierfür ist ein postives Menschenbild, bei dem der Mensch als Nützling auf der Erde gesehen wird. Es werden Produkte gefördert, die ausschließlich positive Effekte auf die Umwelt haben. Der C2C e.V. möchte das Cradle to Cradle-Konzept selbstverständlich machen und dessen Grundideen durch Vorträge, Workshops, Regionalgruppen und den alljährlichen Cradle2Cradle-Congress, bei dem Raum für Austausch und Vernetzung geboten wird, verbeiten. Dieses Jahr findet die Bildungsveranstaltung am 14. und 15. September an der Leuphana Universität Lüneburg statt.

©C2C e.V.//Christian Buchner

©C2C e.V.//Christian Buchner

Wie trinkst Ihr Euer Leitungswasser am liebsten?
Am liebsten in netter Gesellschaft.

Das derzeitige Bild rückt den Menschen als KonsumentIn in ziemlich dunkles Licht: Er erzeugt jede Menge Abfall, giftige Substanzen und verschmutzt die Umwelt.
„Cradle to Cradle“ (deutsch: „Von der Wiege zur Wiege“) steht für eine neue Denkweise im Umgang mit Rohstoffen: Was nach dem Cradle2Cradle (C2C)-Konzept hergestellt oder designed ist, wirkt sich positiv auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft aus. Hierbei wird der Mensch nicht als Schädling, sondern als „Nützling der Natur“ betrachtet. Was genau ist darunter zu verstehen?

Ich möchte die Frage an einem Beispiel erklären. Um das zu können, hole ich zunächst etwas aus.
Ich persönlich fand es lange Zeit sehr frustrierend: Je mehr ich mich mit Themen wie Umweltschutz, Abfall, Schadstoffen oder Konsum beschäftigt habe, desto stärker merkte ich, dass wir noch weit davon entfernt sind, wirklich gute Produkte herzustellen: Wenn irgendwo „umweltfreundlich“ draufsteht, ist damit meistens gemeint: „Weniger umweltschädlich als vergleichbare Produkte“. Ein Umgang mit dieser Problematik ist Verzicht. Aber es gibt auch Produkte, auf die wir nicht verzichten können oder wollen.

Ein gutes Beispiel ist recyceltes Toilettenpapier. Im Recyclingprozess werden neben den Cellulosefasern aus denen das Papier besteht, auch giftige Stoffe, wie z.B. Druckerschwärze, „recycelt“ – also mit in den Kreislauf genommen, weil sie nicht so einfach zu trennen sind. Das Papier ist deswegen gräulich. Das Aufreinigungsverfahren müsste mehrfach wiederholt werden, bis das Toilettenpapier nahezu komplett schadstofffrei wäre. Das wird jedoch aus Kostengründen nicht gemacht (tatsächlich gibt es C2C-Toilettenpapier, das aber noch relativ teuer ist). Das Produkt ist also trotz Recycling und vielleicht sogar dem „blauen Engel“-Siegel noch nicht wirklich „gut“. In der Presse war z.B. vor einiger Zeit der Fall von Pizzakartons aus Altpapier, die Schadstoffe enthalten und direkt mit unserer Nahrung in Berührung kommen. Das kann nicht die Lösung sein.

Deswegen finde ich den Ansatz von Cradle to Cradle sehr spannend und motivierend. Produkte werden so designt, dass sie nicht „weniger schlecht“, sondern „gut“ sind. Dafür gibt es sogenannte „Positivlisten“. Diese beinhalten Stoffe, bei denen nachgewiesen wurde, dass sie keine schädliche Wirkung entfalten. Das Design wird so gewählt, dass alle Stoffe komplett in Kreisläufen zu führen sind (z.B. einfach von anderen Materialien zu trennen, einschmelzbar). Auf weitere Kriterien dafür, was ein „gutes“ Produkt nach C2C ausmacht, komme ich in der Antwort auf Frage 4.

Um im Beispiel mit dem Toilettenpapier zu bleiben: Der Ansatz müsste also nicht sein, dass das Aufreinigungsverfahren so lange wiederholt wird, bis in dem recycelten Produkt praktisch keine Schadstoffe mehr sind. Stattdessen müssen die Produktionsprozesse geändert werden, durch die Schadstoffe in den Kreislauf gelangen. Im Beispiel müssten insbesondere alle in den Recyclingprozess eingetragenen Farben, die auf den zu recycelnden Papieren in den Prozess kommen, schadstofffrei hergestellt werden. Dann wäre auch keine mehrfache, teure Aufreinigung notwendig.
Es gibt schon Farben, die diese Kriterien erfüllen. Unser eigenes Magazin „Nährstoff“ ist beispielsweise komplett unschädlich. Es kann daher komplett im biologischen Kreislauf zirkulieren ohne Schadstoffe einzubringen (und vorher liefert es „Nährstoff“ für das Hirn).

Das Vorbild ist, wie so oft, die Natur. Aus den Zigtausend Blüten eines Kirschbaumes entstehen nur ganz wenige Bäume. Aber all die anderen Blüten sind kein Abfall, sondern werden zersetzt und düngen den Boden. In der Natur gibt es keinen Abfall. Alles ist nützlich und wird in Kreisläufen gehalten.

Auch vom Menschen produzierte Produkte können so hergestellt werden. Hier setzt C2C an. Oft wird das dann „der positive Fußabdruck“ genannt. Während neue Textilien aufgrund von Chemikalien meist streng riechen und Menschen im Produktionsprozess oder beim Benutzen vielleicht sogar mit Schadstoffen in Berührung kommen, gibt es schadstofffreie (C2C-)Teppiche, die recycelbar sind und sogar Feinstaub aufnehmen. Das ist ein tolles Beispiel für ein „gutes“ Produkt.

Es geht also um Produkte, die ausschließlich positive Effekte auf Mensch & Umwelt haben. Diese kann ich mit gutem Gewissen kaufen. So sieht C2C den Menschen als Nützling.

Mittlerweile sind mehrere Institutionen Teil der „Cradle2Cradle“-Welt – Mit welchen Organisationen arbeitet Ihr zusammen & wie sieht diese Zusammenarbeit aus?

Cradle to Cradle ist an sich erstmal ein Designkonzept. Wir selbst sind der Cradle to Cradle e.V. und verbreiten mit unserer Bildungs-, Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit das Designkonzept und die Gedanken hinter dem Konzept, die insbesondere mit einem positiven Menschenbild daher kommen. Dafür haben wir mittlerweile über 30 Regionalgruppen in Deutschland mit über 500 Aktiven und eine Geschäftsstelle in Berlin.
Der C2C e.V. steht in Kontakt mit vielen Institutionen und Unternehmen, die sich für C2C interessieren oder es schon umsetzen. Als spendenfinanzierte Organisation sind wir natürlich auf Unterstützung angewiesen. Dafür haben wir unter anderem unseren „Freundeskreis“ ins Leben gerufen. Er besteht aus Organisationen und Unternehmen, die sich bereits selber vorbildlich für C2C einsetzen und die Gesellschaft durch ihr Wirken positiv verändern: die gugler GmbH, der Franckh-Kosmos Verlag, Werner & Mertz sowie Voigt & Schweitzer GmbH & Co KG. Darüber hinaus haben wir mittlerweile ein Netzwerk aus Interessenten, Unterstützern, Unternehmen, Hochschulen und vielen weiteren Kontakten. Dieses nutzen wir zum Beispiel für unsere Bildungsveranstaltungen, wie z.B. für den Cradle to Cradle Congress, der sich mittlerweile als größte C2C-Plattform etabliert hat. Foren, Vorträge und ExpertInnengespräche bieten Raum für Austausch und Vernetzung. Hier besteht für jeden die Möglichkeit, sich zum Thema C2C weiterzubilden. Beim letzten Congress im Oktober 2017 haben etwa 800 Personen teilgenommen – ich selber war als Helfer in der Registrierung dabei. So viele motivierte Leute, das war eine sehr schöne Erfahrung!
In unserer Regionalgruppe in Hamburg vernetzen wir uns auch sehr gerne. Hier besteht zum Beispiel Kontakt zur Gemeinwohl Ökonomie Hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. Typische Zusammenarbeit besteht darin, dass gegenseitig Vorträge gehalten werden oder Projekte angeschoben oder unterstützt werden. Häufig geht es um Stände oder Workshops auf Veranstaltungen wie dem Heldenmarkt oder der Klimawoche. Ein Projekt war beispielsweise ein Wettbewerb zur Herstellung eines Messestandes nach C2C-Kriterien in Zusammenarbeit mit der HAW Hamburg. Mit den (wirklich tollen!) Ergebnissen arbeiten wir dann weiter. Auch über Anfragen wie Eure freuen wir uns wirklich sehr!

Ziele von HYDROPHIL sind die Förderung wasserschonenden Konsums und ein Angebot von Produkten, die sich durch die Eigenschaften „wasserneutral“, „fair“ und „vegan“ auszeichnen. Inwiefern ist z.B. auch ein bewusster Umgang mit der Ressource Wasser Teil des C2C-Kreislaufes und ein relevantes Thema für Euch?

Wer wirklich einen positiven Fußabdruck auf der Welt hinterlassen möchte, der muss bei Produkten auf viele Einzelaspekte achten. Während hierbei oft nur an ein oder zwei Punkte gedacht wird – z.B. Fair Trade oder dass es Bioprodukte sind – zählen bei einer Zertifizierung nach Cradle to Cradle fünf Kriterien: Die Wiederverwendbarkeit, die Nutzung von ausschließlich erneuerbaren Energien, sozialverträgliche Herstellung, Schadstofffreiheit des Produktes und des Produktionsprozesses und eben die Kreislaufführung von Wasser.
Zwar kommt Wasser durchsichtig, geschmacks- und geruchsneutral daher, aber es ist einer der wichtigsten Stoffe auf der Erde. Wir trinken Wasser, wir und auch unsere Nahrung bestehen zu großen Anteilen aus Wasser und in sehr vielen Produktionsprozessen spielt Wasser eine wichtige Rolle. Im Zusammenhang mit den Produktionsprozessen wird oft der Begriff des „Virtuellen Wassers“ genannt. Wie viel Wasser benötige ich in der Herstellung, wenn ich 1 kg von einem Produkt produziere? Bei Rindfleisch werden hier z.B. Werte von etwa 15.000 Liter angegeben. Oft wird Wasser in Produktionsprozessen mit Chemikalien verseucht und gelangt belastet oder gar ungeklärt in die Umwelt. Das betrifft uns Menschen dann direkt wieder selbst. Am bekanntesten sind die Probleme vielleicht aus der Textilindustrie, es gibt sie aber in wohl jeder Branche.

Cradle to Cradle setzt wie gesagt auf „gute“ Produkte. Dies soll über eine kontinuierliche Verbesserung geschehen. Es gibt daher fünf Stufen der Zertifizierung – von Basic bis Platin. In Bezug auf Wasser bedeutet die Stufe Platin, dass das gesamte Abwasser aus dem Produktionsprozess Trinkwasserqualität hat.

Bei der Vermeidung von Abfall und dem Thema der biologischen Abbaubarkeit ist vor allem Plastik in aller Munde: Plastik ist nicht biologisch abbaubar und verbleibt für tausende Jahre auf unserem Planeten. Als Alternative zur herkömmlichen Zahnbürste aus Plastik werden unsere Zahnbürsten deswegen aus Bambus, einem sehr schnell nachwachsenden Rohstoff hergestellt. Was die Borsten unserer Zahnbürste anbelangt, stehen wir allerdings immer noch vor der Herausforderung, dass bisher noch kein Material auf dem Markt verfügbar ist, welches 100% biologisch abbaubar ist. Wie häufig steht Ihr bei innovativen Produkten vor solchen Herausforderungen und wie gelingt es euch, Lösungen für diese zu finden?

Es gibt schon über 8000 Produkte, die nach C2C zertifiziert sind, hinzu kommen viele weitere C2C inspirierte Produkte. Ich bin mir sicher, dass bei den allermeisten dieser Produkte zahlreiche Herausforderungen zu meistern waren – eben weil die Anforderungen so hoch sind.

Erinnern wir uns an das Beispiel mit dem Toilettenpapier. Es müsste sichergestellt werden, dass alle Stoffe, die in den Prozess der Aufreinigung gelangen, schadstofffrei sind. Dies betrifft also auch die Hersteller von Druckerschwärze bzw. von Zeitschriften und Katalogen. Es muss also die ganze Produktionskette unter jeweils zahlreichen Aspekten beachtet werden.

Manchmal ist es schon schwierig festzustellen, woher die Rohstoffe stammen. Die Lieferketten sind undurchsichtig. Oft gibt es keine schadstofffreie Lösung. Wenn Lösungen, die der Umwelt schaden, günstiger und zudem legal sind, ist es dann nicht wirtschaftlich betrachtet nachvollziehbar, das entsprechende Lösungen auch umgesetzt werden? All das sind nur Beispiele. Die Herausforderungen sind wirklich vielfältig.

Cradle to Cradle begegnet diesen Herausforderungen mit seinem Designkonzept. Grob gesagt werden zwei Kreisläufe unterschieden: Alles was abgerieben und damit „verbraucht“ wird, wie (Plastik-)Fasern von Pullovern beim Waschen oder die Reifen von Autos beim Bremsen, soll in den Biologischen Kreislauf gebracht werden, also biologisch abbaubar sein. Alles was „gebraucht“ wird, soll zu 100% in Kreisläufe geführt werden. So kann auch Plastik in einem Cradle to Cradle-Produkt verwendet werden, z.B. wenn dieses sortenrein vom restlichen Produkt abzutrennen und einschmelzbar ist und zudem in den Prozessen der Herstellung und des Recyclings keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Dann können alle Materialien von Produkten auch auf Dauer in Kreisläufen geführt werden, ohne Mensch oder Umwelt zu schaden. Ganz nach dem Vorbild der Natur.

Konkret werden zudem die bereits oben genannten „Positivlisten“ verwendet. Statt den Fokus darauf zu setzen, welche Stoffe verboten sind, werden diese Listen erstellt, um eine Materialdatenbank von Stoffen anbieten zu können, die nach C2C-Kriterien bedenkenlos verwendet werden können. Mit der Hilfe dieser Datenbanken ist es für Firmen deutlich einfacher, ihre Produkte nach Cradle to Cradle zu entwerfen. Gleichzeitig erweitert sich die Datenbank mit der Zeit, da sie mit jeder neuen Herausforderung wächst.

Eure Herausforderung mit den Borsten der Zahnbürste ist daher nicht untypisch. Ist sie jedoch einmal gelöst, können viele weitere Akteure davon profitieren. Dadurch ist die Entwicklung manchmal langsam, aber dafür kontinuierlich. Das Konzept ist also eher langfristig zu sehen. Dadurch dass nun für alle Produkte „gute“ Lösungen gefunden werden sollen, die sich positiv auf Mensch und Umwelt auswirken, muss quasi alles neu erforscht werden. Forschung ist daher auch ein sehr wichtiger Baustein – ein wie ich finde sehr spannender.

C2C dreht also die Produktionsprozesse auf den Kopf. Statt am Ende zu überlegen, wie ich das Produkt oder Material am besten recyceln kann, wollen wir zeigen, dass es eine ausgesprochen gute Idee ist, schon beim Design von Produkten zu überlegen, wie das Produkt komplett recycelbar und insgesamt gut für Mensch und Umwelt ist.

In meinen Augen beschreibt C2C daher eine Vision – eine Welt wie viele von uns sie sich wünschen (wer will z.B. schon Schadstoffe in den Produkten, die er täglich benutzt). Doch diese Vision ist nichts Unerreichbares. Im Gegenteil – nicht nur dass es wie oben schon genannt bereits tausende C2C Produkte bereits gibt – auch grade weil ein vollständiges recyceln in Zeiten von immer teurer werdenden Rohstoffe immer wichtiger wird, ist das Konzept auch als wirtschaftliches Konzept zu sehen und sollte für jede weitsichtige Firma bereits heute ein Thema sein. Eine Firma, die Ihre Materialien nicht verkauft, sondern für Dienstleistungen (wie z.B. Zähneputzen) verleiht, kann davon finanziell profitieren. Sie müsste nur noch die Dienstleistung anbieten.

Es muss also das ganze System der Produktionsprozesse umgekrempelt werden. Und solche grundlegenden Änderungen benötigen viel Zeit und kontinuierliche Arbeit an den Herausforderungen. Cradle to Cradle ist also eher auf Jahre oder vielleicht Jahrzehnte gedacht. Anfangen kann jeder heute schon!

In Kalifornien sitzt eine unabhängige Organisation, die Produkte mit einem Cradle2Cradle-Zertifikat auszeichnet. Welche Eigenschaften muss ein Produkt erfüllen, um Euer Zertifikat zu erhalten?

Der C2C e.V. hat mit der Zertifizierung selbst nichts zu tun. Wir freuen uns über jedes Produkt, das durch C2C inspiriert ist und nach dem C2C-Designkonzept hergestellt wird.
Wer mehr über die Zertifizierung wissen möchte, kann sich dazu gerne über die Seite des Products Innovation Institute informieren: www.c2ccertified.org ansehen. Dort sind die Kriterien ausführlicher aufgezählt, als in der Antwort zu Frage 4 dargestellt und für jedes Kriterium wird geschrieben, was für welche Zertifizierungsstufe erfüllt sein muss.

Habt Ihr zuletzt noch einen Film-/Videotipp für unsere Leser, die sich tiefgehender mit dem Cradle2Cradle-Prinzip beschäftigen wollen?

Natürlich! Ein schönes, kurzes Erklärvideo ist folgendes: https://www.youtube.com/watch?v=g1tIGLy3PHw

Für wirklich tiefer gehende Beschäftigung empfehle ich bei youtube die Videomitschnitte vom Congress. Für 2017 sind sie an dieser Stelle auf YouTube zu finden. Dort geben Diskussionen, Vorträge, Expertengespräche zu Themen wie z.B. Textilien, Bau, C2C und Politik oder Zukunftsgestaltung deutlich tieferen Einblick. Ich selber habe auf diese Weise viel Wissen und Motivation bezogen – ich bin ja selber erst 15 Monate dabei.

Wer sich vorstellen kann selber aktiv zu werden (und dabei sehr viele motivierte Menschen kennen zu lernen) dem empfehle ich, sich bei einer Regionalgruppe zu melden – das geht über unsere Homepage und dieses Video. Es zeigt, was wir auf der Akademie machen, unserem Format um uns intern deutschlandweit zu vernetzen, auszutauschen und weiterzubilden. Das macht richtig Stimmung!

// Folge 4 – Jeden Tag ein bisschen besser machen – der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi!

Für die vierte Folge unseres Podcasts haben wir einen unserer drei Gründer, Christoph, von unserem Interviewer Jens ausquetschen lassen. Daher geht es in der heute natürlich nicht nur um das klare kalte Nass, sondern ebenso um unser liebstes nachhaltiges Material Bambus & vieles mehr.

Die Folge könnt Ihr Euch wie immer direkt auf unserem SoundCloud Kanal oder z.B. auch direkt auf iTunes anhören:

// Folge 3 – Jeden Tag ein bisschen besser machen – der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi!

Kaum ins neue Jahr gestartet, gibt es heute direkt die nächste & bereits dritte HYDROPHIL Podcast-Folge für Euch. Dieses Mal haben wir Malte von Goldeimer aus unserem WASH Beutel rausgelassen. Statt über unser gemeinsames Produkt wollten wir mit Ihm jedoch lieber mehr über das darin enthaltene erste soziale Toilettenpapier Deutschlands und die schönste Nebensache der Welt – natürlich Komposttoiletten – erfahren.

Die komplette Folge findet Ihr wie immer auf unserem SoundCloud Kanal und natürlich auch direkt hier:

// Unsere nachhaltigen Zahnbürsten: Jetzt neu mit AURO-Farben

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Ahoi hoi!

Mit unseren wasserneutralen, fairen und veganen Produkten wollen wir die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Entsprechend viel liegt uns auch an der fortlaufenden Entwicklung und damit einhergehend stetigen Verbesserung unserer nachhaltigen Produkte. Aus diesem Grund kommen die Stiele unserer nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus ab sofort in einem neuen seidenmatten Farbgewand daher & sind nun noch ein kleines Stückchen nachhaltiger.

Warum? Unsere neuen lösemittelfreien Buntlacke stammen von der Firma AURO, welche über 30 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Naturfarben mitbringt und im Marktführer im deutschsprachigen Raum ist. Basierend auf einer konsequent ökologischen Rohstoffauswahl enthalten die umweltfreundlichen und biologisch abbaubaren Buntlacke keine synthetischen Stoffe. Die mehrfach zertifizierten Farben sind unter anderem gemäß DIN 53160 sowie DIN EN 73.1 geprüft und entsprechend nachweislich Spielzeug- und Speichelecht und somit für Mensch und Natur absolut unbedenklich. Zwar waren unsere bisherigen Farben ebenso biologisch abbaubar, jedoch haben wir mit dem Naturfarben-Pionier AURO an unserer Seite einen tollen neuen Partner der über 30 Jahren Erfahrung und viele Zertifikate in unsere Partnerschaft mitbringt.

Weitere Informationen zu unseren neuen Farben sowie alle Zertifikate findet Ihr auf der Website von AURO.

Selbstverständlich sind unsere nachhaltigen Zahnbürsten auch weiterhin in den Tönen rot, blau und grün erhältlich – nur eben etwas matter. Auch unsere nachhaltige Zahnbürste in Naturoptik bleibt Bestandteil unseres Sortiments. Unsere neuen Lieblinge sehen daher ab sofort so aus:

VP_u.ZB_blau_blau_2017 VP_u.ZB_gruen_2017 VP_u.ZB_natur_2017 VP_u.ZB_rot_2107VP_u.ZB_kids_blau_2017 VP_u.ZB_kids_rot_2017

// Auf ein Glas Leitungswasser mit…Ozeankind

Moin liebe LeserInnen! Heute dreht sich bei uns auf dem Blog mal wieder alles rund um die Themen Plastik und unsere Ozeane. Zu Wort kommen dieses Mal Marina und Micha, die sich mit Ihrem Blog und Projekt Ozeankind gegen die Verschmutzung unserer Ökosysteme einsetzen. Wie die zwei dazu kamen, warum es eine fantastische Lösung ist selbst anzupacken statt darauf zu warten, dass Andere es tun und wie & warum jeder von uns ebenso einen aktive(re)n Teil zum Schutz unserer Umwelt beitragen kann und sollte, erfahrt Ihr im heutigen Interview.

Vorweg möchten wir noch kurz auf den geplanten (Beach) Clean Up der beiden am 10.12.2017 hinweisen. Wir werden an dem Tag selbst auch ein bisschen Müll sammeln gehen & würden uns freuen, wenn Ihr Euch den beiden ebenso anschließt. Nun aber viel Spaß mit dem Interview:

Das Thema Wasser steht auf Eurem Blog Ozeankind hoch im Kurs. Was verbindet Euch beide persönlich mit unseren Ozeanen und dem Thema Meeresschutz?

Die Liebe zum Ozean. Es gibt für uns keinen schöneren Ort auf dieser Welt. Nirgendwo auf Micha & Marina // Ozeankinddiesem Planeten sind wir so glücklich wie in der Nähe eines Ozeans – wenn immer möglich verbringen wir täglich mehrere Stunden im Wasser, beobachten Fische, schwimmen und suchen nach Haien oder Schildkröten. Immer wenn wir den Ozean sehen, riechen oder fühlen sind wir glücklich und vergessen alles andere um uns herum. Diese vielen Farben des Wassers, die bunten Fische, es ist einfach ein Wunder für uns. Außerdem: es ist für uns unbezahlbar, abends vor dem Einschlafen das Meer zu hören und morgens, wenn man aufwacht, ist es immer noch da.

Das Thema Ozeanschutz mit allem was dazu gehört ist einfach unser Herzensprojekt – das merken wir alleine schon daran, dass wir Tränen in den Augen haben, wenn wir zusehen müssen wie ein Walhai von einem Seil befreit werden muss, wenn Haien die Flossen abgetrennt werden oder wenn Schildkröten darunter leiden müssen, dass wir unsere Cocktails am Strand nicht ohne Plastik-Strohhalm trinken möchten – und das alles nur, weil sich viele Menschen nicht mäßigen können oder wollen. Das tut uns weh.

Unser ganz persönliches Paradies ist in Gefahr – und wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass auch die Menschen nach uns noch Schildkröten im Meer sehen können, statt sie ausgestellt im Museum zu besuchen. Wir können nicht weiter zusehen und einfach so weitermachen wie bisher.

Und in einer ganz wichtigen Sache sind wir uns beide absolut einig – wir werden immer unserem Herzen folgen und versuchen, das zu tun was wir lieben. Unsere Prioritäten im Leben haben sich geändert: Früher wollten wir möglichst viel Geld verdienen, ein tolles Auto fahren und in einer schicken Wohnung leben. Heute möchten wir Plastik sammeln, Menschen mit unseren Geschichten erreichen und Schildkröten das Leben retten.

2. Ihr wolltet Euch eigentlich nur kurz eine Pause und einjährige Lücke im Lebenslauf genehmigen und im Anschluss einfach weiter machen wie zuvor. Wann wurde Euch bewusst, dass ihr nicht in Euer altes Leben zurück wollt, sondern stattdessen ein eigenes Projekt auf die Beine stellen und etwas bewegen möchtet?

Wir waren ja schon immer viel unterwegs und haben uns verschiedene Orte auf dieser Welt angeschaut. Wir lieben es einfach, gerne auch mal abseits der Pfade und vor allem abseits des Massentourismus, die verschiedenen Länder und Kulturen zu genießen. Es gibt einfach soviel mehr auf dieser Welt.Foto: Ozeankind

Doch eines haben wir in den vergangenen sieben Jahren immer gemerkt – so ne Woche oder 14 Tage ohne Ozean gefällt uns nicht. Wir werden nervös, sind genervt, einfach weil uns das Meer fehlt. Der Wind, die Wellen, die Geräusche…Und dann kam irgendwie dieser ganz besondere Malediven-Urlaub dazwischen – aber nicht auf einer Hotelinsel, sondern auf einem Boot. Vor etwas mehr als einem Jahr waren wir also mit einem kleinen Katamaran in 10 Tagen insgesamt ungefähr 40 Stunden schnorcheln – wir haben also fast nichts anderes gemacht als Schnorcheln, Essen und Schlafen. Wir haben unfassbar tolle Dinge gesehen – aber eben auch Dinge, die uns zutiefst schockiert haben. PLASTIK. Plastik auf einsamen Inseln, Plastik im Meer, Fische die an Plastik knabbern, Korallen mit Plastik-Deko und ganz viele andere traurige Dinge.

Ohne Internet und Fernsehen mitten im Indischen Ozean hat man Zeit nachzudenken. Verdammt viel Zeit. Wir haben über unser Leben nachgedacht, über unsere Zukunft und vor allem über unser ganz eigenes persönliches Verhalten in der Vergangenheit – haben uns die Frage gestellt, was eigentlich im Leben wirklich wichtig ist.

Als wir dann wieder zurück in Düsseldorf waren, haben wir beschlossen: NEIN. Eine Weltreise reicht uns nicht, wir MÜSSEN das Reisen mit dem Ozeanschutz verbinden!

Wir wollten nicht einfach weiter dabei zusehen, wie wir alle zusammen in eine Katastrophe schlafwandeln. Und so wurden die ganzen Ideen geboren, die dann später den Namen Ozeankind bekommen haben.

3. Welche Fakten zum Thema Plastik sollten jedem von uns bekannt sein? Warum ist es so wichtig jetzt zu handeln?

Es ist tatsächlich sprichwörtlich 5 vor 12. Jeder kennt die Videos von der Schildkröte mit dem Strohhalm in der Nase oder von dem Wal, in dessen Magen man 30 Plastiktüten gefunden hat. Aber wir ändern leider noch zu wenig. Wir schlafwandeln in eine Katastrophe.

Im übertragenden Sinne entsorgt die Menschheit jede Minute etwa eine LKW-Ladung im Ozean. Jede Minute. Einen LKW. Natürlich sind die fünf Länder Thailand, Vietnam, China, Indonesien und die Philippinen für den Großteil dieser riesigen Menge verantwortlich, jedoch ist es nicht so als wären wir in Europa oder in Deutschland deshalb gleich automatisch unschuldig. Und es ist ja auch nicht der Ozean dieser Länder, vielmehr sind doch alle Ozeane dieser Welt miteinander verbunden – und somit ist es am Ende unser aller Problem.

Beispiel: wenn es in einem Land am anderen Ende der Welt keine Fische mehr gibt, weil wir Industrienationen alles leer fischen und die Riffe zerstören, die Haie töten und unser Plastik am Strand vergessen – was sollen die Menschen denn machen, wenn sie nichts mehr zu essen haben? Diese Menschen müssen doch irgendwo hin. Der Müll muss irgendwo hin.

Foto: OzeankindWir alle sollten unser Verhalten ein wenig anpassen, so schwierig das vielleicht auch manchmal sein mag. Wir können uns leider nicht darauf verlassen, dass sich die Situation von ganz alleine verbessert.

Denn zusammen mit unseren Kindern sind wir sind die letzte Generation, die dieses Problem in den Griff bekommen sollte. Der Ozean kann ganz gut ohne uns leben, das hat auch vor uns Millionen Jahre lang ganz gut funktioniert – wir allerdings können nicht ohne den Ozean überleben. Hört sich an wie eine Floskel, ist aber doch die Realität.

Wenn wir schon den Ozean nicht retten wollen, dann doch vielleicht uns?

4. Am 10.12.2017 findet Euer zweiter #plastikrebell Beach Clean Up statt. Wie und wo kann man dabei sein?

Bei unserem #plastikrebell Clean Up kann wirklich jeder dabei sein. Es ist völlig egal wo man am 10. Dezember ist – Hauptsache man hat Lust und vielleicht ein paar Minuten Zeit, sich für eine gute Sache einzusetzen. Es ist zweitrangig, wie viele man sammelt oder wo man ist. In der heutigen Zeit ist es leider so, dass man fast überall Plastik findet. Denn bei unseren weltweiten #plastikrebell Clean Ups geht es neben dem Plastiksammeln selbst natürlich auch vor allem um das Bewusstsein, um mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema!

Menschen, die vor der Nase anderer Plastik sammeln, mitten in Dortmund, Hamburg oder Berlin, und das auch noch freiwillig, sind noch immer ein Hingucker und regen vielleicht den einen oder anderen zum Nachdenken an. Und wenn es am Ende nur ein Mensch ist, den man erreicht, so haben wir schon eine ganze Menge erreicht. Uns geht es auch darum, möglichst vielen Menschen diesen Unsinn von „ich kann ja selbst nichts machen“ und „die anderen sind eh Schuld, die Industrie muss was machen, die Politik, …“  sagen wir mal „auszureden“. Gerade wir Deutschen zeigen ja gerne mit dem Finger auf andere Regionen der Welt, in denen der Müll mehr oder weniger direkt in den Fluss oder ins Meer gekippt wird. Das mag auch alles stimmen – dennoch kann und darf das keine Generalentschuldigung für uns sein.

Klar muss eine ganze Menge mehr passieren in Politik, Industrie und Handel. Und „nur“ weil wir jetzt hier und da auf der ganzen Welt ein paar Kilo Plastik sammeln, löst sich das Problem auch nicht plötzlich von selbst. Aber es ist eine klare Message, wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Plastikteile sammeln und am Ende mehrere hundert Kilo zusammenkommen. Und wer weiß schon, welches Gewicht wir dann beim 100. #plastikrebell Clean Up erreichen? Wie viele Unternehmen, wie viele Blogger, wie viele Menschen mitmachen?

5. An welchem Ort werdet Ihr selbst bei Eurem zweiten großen Clean Up unterwegs sein & wo geht es für Euch danach als nächstes hin?

Micha & Marina // OzeankindEs ist uns ja fast ein bisschen unangenehm, aber wir werden wieder mal auf den Malediven sein – wir lieben dieses Fleckchen Erde einfach. Jedes Mal wenn wir aus dem Flughafengebäude kommen, überkommt uns so ein Gefühl von „endlich wieder da“ und uns stehen fast die Tränen in den Augen. Jeder Mensch, der die Möglichkeit hat, diesen Ort mindestens einmal im Leben zu besuchen wird vermutlich auch sofort verstehen, warum die Unterwasserwelt der Malediven eine ganz wichtige Rolle dabei spielt wenn man uns fragt, woher unsere Inspiration für Ozeankind kommt.

Wir haben uns aber nicht auf irgendeiner Hotelinsel einquartiert, sondern möchten die echten Malediven kennen lernen – auf einer Einheimischen-Insel. Natürlich und gerade deshalb auch mit allen Problemen, die es auf Inseln wie Thulusdoo gibt – insbesondere was das Müllproblem betrifft. Danach verbringen wir Silvester und auch vermutlich noch eine unbestimmte Zeit in Malaysia. Und dann? Dann gibt es tatsächlich noch keinen Plan. Wir haben viele Ideen – aber wo wir am Ende landen wissen wir wirklich noch nicht. Wir werden aber vermutlich erstmal in Asien bleiben.

6. Eure Vision ist es, bis 2022 selbst 14.000kg Müll einzusammeln und zeitgleich 50.000 weitere Kilo gemeinsam mit anderen zu sammeln. Gibt es einen Grund, warum Ihr Euch für diese Zahlen entschieden habt?

Foto: OzeankindJa, dafür gibt es Gründe. Unsere Mission, die 14.000 Kilo wieder einzusammeln, ergeben sich aus der Kombination aus unserem Alter und dem deutschen Durchschnitt, was die Produktion von Verpackungsmüll betrifft. Zusammen sind wir 67 Jahre alt und jeder Deutsche produziert im Schnitt etwas mehr als 200 Kilogramm Verpackungsmüll – das ergibt ungefähr 14.000 Kilo.

Wir haben früher auch nicht wirklich auf Plastik geachtet, haben zum Beispiel Cola oder Wasser in PET-Flaschen gekauft, Obst in Plastiktüten durch den Laden getragen und uns Mikroplastik ins Gesicht geschmiert. Die 50.000 Kilo, die wir gemeinsam mit möglichst vielen anderen Menschen sammeln möchten – unsere Vision – sind das ungefähre Gewicht eines riesigen Containers. Und die Zahl hörte sich auch einfach gut an! Am Ende geht es aber gar nicht darum, ob es nun 49 Tonnen oder 51 Tonnen sind – es geht um die Message und das Bewusstsein für die schiere Menge an Plastik, vor der man den Ozean bewahrt hat. Jede Flasche, jeder Strohhalm den wir aufheben, ist wichtig!

Es ist jedes Mal ein minimaler Aufwand – aber man stelle sich vor jeder von uns der am Strand unterwegs ist, würde den Müll aufheben über den er heutzutage fast überall auf der Welt stolpert, statt ihn liegen zu lassen.

Wie war das afrikanische Sprichwort: Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern. Und so ist es auch einfach. 

7. Plastik sammeln in allen Ehren, aber am besten wäre es doch, wenn wir alle direkt bei unserem Konsumverhalten ansetzen. Welche Tipps für ein umweltfreundlicheres & verpackungsfreieres Leben wollt Ihr anderen mit auf den Weg geben?

Das wäre am besten, das ist korrekt. Trotzdem ist es notwendig Plastik zu sammeln – denn selbst, wenn wir alle unser Konsumverhalten ändern würden, muss trotzdem irgendjemand das Plastik, was bereits in der Natur liegt, einsammeln. Daran ändern auch kein Ozeansäuberungsprojekt und kein Zero-Waste-Lifestyle etwas. All diese Projekte, Bewegungen und Ideen helfen dabei, das Problem langfristig zu lösen – aber der Müll bleibt halt trotzdem liegen, wenn ihn niemand aufhebt.

Aber ja, wirklich jeder kann seinen Teil beitragen – auch mit ganz einfachen Dingen, die man von heute auf morgen ohne großen Aufwand ändern kann – die aber eine große Wirkung haben. Zum Beispiel durch den Verzicht auf Plastikstrohhalme, das Trinken von Wasser aus dem Wasserhahn oder aus Glasflaschen, durch mikroplastikfreie Kosmetikartikel, die Nutzung eines Mehrwegbechers für den Coffee-to-go, einen Beutel für den Einkauf statt der Plastiktüte oder den Verzicht auf verpackte Lebensmittel vor allem an der Obst- und Gemüsetheke.Foto: Ozeankind

In den Städten in denen es bereits Unverpackt-Läden gibt, sollte man sie auch unbedingt nutzen. Wir haben kurz vor unserer Abreise aus Deutschland immer mal wieder unsere eigenen Unverpackt-Läden eröffnet – im Rewe, im Lidl oder im Aldi. Wir haben manche Sachen einfach an Ort und Stelle ausgepackt – das war vermutlich nicht erlaubt – wir wissen also nicht ob man das unbedingt nachmachen sollte. :)

 

// Folge 2 – Jeden Tag ein bisschen besser machen – der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi!

Heute haben wir schon die zweite Folge unseres HYDROPHIL Podcasts für Euch. Zu Wort kommt dieses mal Valeska, Direktorin der NGO The Black Fish Deutschland. Bei Valeska dreht sich seit vielen Jahren alles um das Ökosystem Ozean: Die Hobbytaucherin und Studentin der Meeresbiologie ist seit vielen Jahren aktive Meeresschützerin. Entsprechend nahe lag es, mit Valeska über Ihre Arbeit bei der NGO, Undercover Aktionen zugunsten der Meere und vermeintlich nachhaltige Fischerei zu quatschen.

Klingt spannend? Dann hört mal rein & lasst Euch dazu inspirieren ebenfalls jeden Tag ein bisschen besser zu machen!

P.S: Auch Anfang Januar erwartet Euch an dieser Stelle wieder eine neue Folge von “Jeden Tag ein bisschen besser machen” mit einem spannenden nachhaltigen Thema.

// Arboblend Zahnputz Becher aus der Hansestadt

Ahoi hoi liebe Landratten!

Vor kurzem sind wir von unserem Büro im Hamburger Norden aus ein paar Kilometer weiter nördlich bis zum Rande der Stadt geschippert und haben unseren Zahnputz Becher Produzenten einen Besuch abgestattet, um uns dort die Herstellung unserer großen Arboblend Becher anzuschauen und dabei zu sein, wenn unsere ersten blauen Becher für Kids vom Band laufen. Wenn Ihr wissen wollt, woraus Arboblend genau besteht, findet Ihr etwas weiter unten zusätzliche Infos zu dem Rohstoff. Hier nun jedoch erst einmal unser neues Video:

Was ist eigentlich Arboblend? 

Arboblend wird auch als Flüssigholz bezeichnet und besteht aus natürlichen Rohstoffen. Enthalten sind natürliche Wachse, Lignin, Polylactid, Polyhydroxybuttersäure, Stärke, Naturharzen, natürliche Fettsäuren, Cellulose, Green-PE, Bio-PA und organische Additive. Die Zusammensetzung kann variieren. Der große Vorteil von Arboblend: Das Flüssigholz ist Erdölfrei und die Becher sind recyclebar. Zunächst wird ein Granulat aus den natürlichen Rohstoffen gewonnen, welches darauf später mit Hilfe einer Spritzgussmaschine geformt wird und so seine Becher Form erhält. Zuletzt werden unsere Becher mittels Tampondruck bedruckt.

// Auf ein Glas Leitungswasser mit…dem Avocado Store

Foto Miriam SewalskiNachhaltige Produkte – das umfasst natürlich viel mehr als nur den WASH Bereich, in welchem wir uns mit unseren eigenen Produkten bewegen. Daher werfen wir in unserem heutigen “Glas Leitungswasser mit…” mal einen Blick über unseren Tellerrand und haben Mimi vom Avocado Store ein paar Fragen rund um das Thema nachhaltiger Konsum außerhalb der heimischen Nasszelle gestellt.

1. „Wasser ist zum Waschen da“ – ist ja klar. Ist das Thema „wasserneutral“ bei euch im Avocado Store ein Thema? Na klar ist das ein Thema. Wir haben z.B. bei uns im Büro Wasserkaraffen für jeden Mitarbeiter und trinken hauptsächlich Leitungswasser.  Da wir in unseren Newslettern auch immer Anregungen geben, wie man umweltbewusster leben kann, geht es bei uns nicht nur um nachhaltige Kleidung, sondern in der Redaktionsplanung geht es oft auch um Themen, die mit Energiesparen oder Wassersparen zu tun haben. Ich glaube, wenn man tolle Produkte zeigt, die es einem leicht machen, das Verhalten zu ändern, fällt es vielen leichter, den ersten Schritt zu wagen. Tolle Beispiele sind z.B. tolle Trinkflaschen oder auch eure Zahnbürste.

2. Du selbst hast Kriminologie und Soziologie studiert – Wie bist du persönlich auf das Thema Nachhaltigkeit gekommen? Auf jeden Fall schon lange vor dem Studium. Ich bin ein Kind der 80er und damals waren das Waldsterben, FCKW und saurer Regen die großen Buzzwords. In der 3. Klasse hab ich mit Freunden angefangen, in unserem Dorf Müll zu sammeln, wir nannten uns den „Club der Mülleimer“. Schon nach kurzer Zeit waren wir über 100 Kinder und wurden dann von der Stadt Hannover ausgezeichnet. Als Belohnung durften wir dann Greenpeace besuchen, aber auch eine Kläranlage und wir sind auch mit einem Förster durch den Wald marschiert. Das hat mich auf jeden Fall geprägt, und ich habe seitdem immer versucht, mich für den Umweltschutz einzusetzen.

3. Viele kreative Köpfe und unterschiedlichste Menschen arbeiten bei euch im Avocado Store. Welche Visionen vereinen euch in der Arbeit für den Store? Das kann ich eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Wir inspirieren Menschen dazu, einfach und unkompliziert in ihrem Konsumverhalten, neue Wege zu gehen.

Bildschirmfoto 2017-11-10 um 10.46.054. Um im Avocado Store gelistet zu werden, müssen die Marken einem eurer zehn Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Wie stellt ihr sicher, dass ein Produkt trotzdem ganzheitlich einem nachhaltigen Ansatz entspricht? Der Begriff der Nachhaltigkeit ist äußerst schwammig. Damit kommt man nie zu einem deutlichen „schwarz“ oder „weiß“. Deswegen reden wir mit den Händlern, lassen uns Zertifikate zeigen, stellen die richtigen Fragen. Wir sind schon lange im nachhaltigen Bereich unterwegs und merken schnell, ob jemand nur Floskeln von sich gibt, oder es ernst meint. Natürlich sind wir kein Testinstitut, das können wir nicht leisten. Wir haben aber drei Punkte, die uns immer helfen, im Zweifel eine Entscheidung zu treffen: 1. Wir stellen immer die Frage: Ist das Produkt eine bessere Alternative zu einem herkömmlichen Produkt? 2. Können Besucher unserer Seite zu jedem Produkt Fragen stellen und auch kritisch kommentieren. Das ist willkommen, regt die Diskussion an. Letztendlich ist der Konsument der, der die Macht hat. 3. Nicht so banal, wie es klingt: Der gesunde Menschenverstand.de-2c8698591044872cdc40ad1e28e5c62e771c66d6c7851dfe7e3a2b43a4a1c380

5. À propos Nachhaltigkeitskriterien – Wie habt ihr die Kriterien eigentlich festgesetzt? Wir haben uns damals mit Experten hingesetzt und die Kriterien erarbeitet. Damals sind wir nicht davon ausgegangen, dass sie solange unverändert bleiben. Aber tatsächlich sind die Kriterien seit der Gründung gleich geblieben. Momentan überlegen wir, ob wir das Kriterium „plastikfrei“ einführen sollen, aber Produkte der Kategorie kommen auch im Kriterium „schadstoffreduzierte Herstellung“ gut unter. Falls ein Leser hierzu eine andere Meinung hat, gerne bei uns melden.

6. Mittlerweile ist der Avocado Store der führende Online Marktplatz für nachhaltige Anbieter – ihr seid super! Aber mal ehrlich, was könntet selbst ihr noch besser machen? Unsere Liste an Dingen, die wir besser machen wollen ist lang. Ganz oben steht die Benutzerfreundlichkeit der Seite, wie z.B. eine Merkliste oder bessere Filter. Aber auch inhaltlich haben wir viel vor. Wir wollen zeigen, dass es Spaß macht, nachhaltiger zu leben. Da leider gerade beim Kleiderkauf noch viel Aufklärungsarbeit beim Konsumenten zu tun ist, wollen wir auch hier ansetzen. Es hat sich viel getan in dem Bereich, aber wir glauben, da geht noch mehr.

7. Ihr seid die absoluten Experten auf dem Gebiet nachhaltiger Konsum, aber der ist häufig etwas komplizierter für den kleinen Geldbeutel. Welche Tipps hast du für’s nachhaltige Einkaufen mit schmaler Brieftasche? Ich stimme da gar nicht unbedingt zu. Die Eco Fashion Branche, aber auch der nachhaltige Markt haben sich stark entwickelt in den letzten 5 Jahren. Es gibt, wie im herkömmlichen Markt auch, verschiedene Marken mit verschiedenen Styles und Preisen. Die Auswahl wird immer größer, so dass man auch mit schmalem Geldbeutel inzwischen meist fündig wird. Was auch hilft, ist, wenn man sich nicht die Frage stellt, warum ist nachhaltiger Konsum teuer, sondern anfängt zu fragen: Warum ist der herkömmliche Konsum eigentlich so günstig? Ein paar Tipps hab ich trotzdem: Im Modebereich kann ich Second Hand sehr empfehlen. Plattformen wie die Kleiderei (leihen statt kaufen) oder der Kleidermarkt, machen es einem einfach, auch an moderne, gebrauchte Teile zu kommen. Bei allen anderen Produkten, empfehle ich auch, mal in die Biosupermärkte und Reformhäuser zu gehen, hier gibt es öfter mal Rabattaktionen. Und für alle, die auch online unterwegs sind: Achtet auf die Newsletter und auf Social Media, hier gibt es ebenfalls oft Rabattaktionen, nicht nur auf Avocadostore.de. Ich persönliche versuche, weniger, aber dafür besser zu kaufen. Denn wie sagt schon meine oft zitierte Oma: Wer billig kauft, kauft zweimal. 

// Unsere Seifenproduktion

Ahoi hoi und herzlich willkommen in unserer Seifenproduktion!

Vor kurzem haben wir auf einen Besuch bei unserer liebsten Seifendealerin Bettina vor den Toren Hamburgs vorbeigeschaut und uns zeigen lassen, wie unsere Lemongrass Seife von Hand hergestellt wird. Natürlich wollten wir uns nicht nehmen lassen, eine Ladung unserer Seife selbst zu machen und haben unseren Gründer Christoph deshalb in seine schniekste Schürze gesteckt.

Mit dabei war natürlich auch wieder unser Filmer Lennart Ritscher, welcher während der Herstellung einige Impressionen für Euch eingefangen hat. Weiter unten findet Ihr außerdem noch einige Fotos aus unserer Produktion.

Ihr wollt wissen, wie und wo unsere anderen Produkte entstehen? Dann schaut doch mal auf unserem YouTube Kanal vorbei!

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// Jeden Tag ein bisschen besser machen – der HYDROPHIL Podcast

Ahoi hoi Ihr Lieben,

Heute gibt es was auf die Ohren & wir starten mit unserem HYDROPHIL-Podcast!

In Folge 1 geht es natürlich um unser Lieblingsthema Wasser. Daher haben wir uns Benjamin Adrion von Viva Con Agua de St. Pauli e.V. geschnappt, an welche wir auch 10% unseres Gewinns spenden.

Bevor sich Benjamin am 2. November gemeinsam mit 30 weiteren Läufern auf den WATER!WALK von Uganda nach Ruanda begibt, wollten wir ihm noch schnell ein paar Fragen stellen. Warum er vor hat 550km durch Afrika zu laufen, was das überhaupt mit dem Thema Wasser zu tun hat und wie er selbst jeden Tag ein bisschen besser macht, erzählt Euch Benjamin in unserer ersten Podcast Folge.

Mehr Informationen über den Viva Con Agua de St. Pauli e.V. Water Walk findet Ihr unter: https://www.vivaconagua.org/index.htm?post&id=2302

Alle Folgen von unserem Podcast findest Du auch unter:

https://soundcloud.com/user-391345384

Stay tuned! Die nächste Folge gibt’s Anfang Dezember!

// Warum wir uns für sauberes Trinkwasser engagieren.

Die Wasserliebe steckt bei uns nicht nur in unserem Namen  – HYDROPHIL –, sondern ebenso in unseren veganen, fairen & wasserneutralen Produkten aus dem W.A.S.H. (Water, Sanitation, Hygiene)-Segment. Daher wollen wir Euch heute erzählen, wie wir auf das Thema Wasser gekommen sind & warum das kühle klare Nass bei uns auch heute immer noch genauso hoch im Kurs steht wie bei der Gründung von HYDROPHIL. 

Das Thema Wasser begleitete Gründer Christoph Laudon, Wanja Weskott und Sebastian Bensmann schon viele Jahre vor HYDROPHIL, während ihres Engagements für die NGO Viva con Agua de St. Pauli e.V.Bei einer gemeinsamen Fahrradtour im Jahr 2013 landeten die drei Freunde mal wieder beim Thema Wasser und Frage, ob es nicht möglich wäre Produkte herzustellen, welche ohne die Nutzung und Verschmutzung dieser wichtigen Ressource auskommen.

„Ich konnte in meiner täglichen Arbeit in meiner Zeit bei Viva con Agua hautnah miterleben, wie wichtig sauberes Trinkwasser und eine Sanitärversorgung für Menschen ist. Besonders eindringlich sind meine Erfahrungen auf eine Projektreise in Äthiopien gewesen. Man kann nur sehr schwer beschreiben wenn man auf Menschen und Ihre Dankbarkeit trifft, die Dank des Engagements von vielen Menschen in Deutschland auf einmal sauberes Trinkwasser haben. Das bedeutet schlicht und einfach, weniger Krankheiten, führt zu einen gewissen lokalen Wohlstand, die Möglichkeit seine Felder zu bewirtschaften und und und…“ schrieb Sebastian damals auf unserem Blog HYDROPHIL mit welchem auch unsere gemeinsame Geschichte als Familienunternehmen unter Freunden begann. Neben unserem Blog rund ums Thema Wasser entstand zunächst ein GOTS-zertifiziertes T-Shirt, etwas später kamen dann unsere beliebten nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus, biologisch abbaubare Wattestäbchen, handgeschöpfte Seifen und vieles mehr dazu. Fokus bei all’ unseren Produkten ist bis heute die wasserneutrale Produktion.

// Was wasserneutral für uns bedeutet

Unsere Produkte sollen nicht nur gut für Mensch, sondern mindestens genauso gut zur Umwelt sein. Dies beinhaltet für uns, dass alle unsere Produkte über die Kriterien vegan und fair hinaus,  auch möglichst wasserschonend hergestellt werden, d.h. dass wir natürliche Inhaltsstoffe verwenden, welche ohne künstliche Bewässerung wachsen. Selbstverständlich kommt auch der Einsatz von Chemikalien, Mineralölen & co. für uns nicht in Frage und es ist uns ebenso wichtig, Plastik in Produkten und Verpackungen möglichst komplett zu vermeiden, damit auch bei Kompostierung keine Rückstände in Trinkwasser & Grundwasser zurückbleiben. Statt unsere Umwelt und Gewässer zu verschmutzen, ist es daher unser höchstes Ziel die Welt unsere Umwelt mit unseren nachhaltigen Produkten zu erhalten und jeden Tag ein bisschen besser zu machen.  

// Zugang zu sauberem Wasser

Wir sind fest überzeugt, dass es nur der Anfang ist unsere Ressourcen zu schonen und darüber hinaus jeder Mensch ein Recht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Auch heute, ein paar Jahre nach unserer Gründung, ist dies leider immer noch nicht der Fall.

2017 hatten 844 Millionen Menschen keinen Zugang zu grundlegender Trinkwasserversorgung. 263 Millionen weitere Menschen mit denen wir unseren Planeten teilen müssen über 30 Minuten Weg zurücklegen um zu einer Wasserquelle zu gelangen. Auch sanitäre Grundversorgung sowie Trinkwasserhygiene sind bis heute für Millionen Menschen nicht oder nur in begrenztem Maße zugänglich. Umso wichtiger finden wir es uns weiterhin für den Erhalt unserer Gewässer auch über unsere wasserneutrale & nachhaltige Produktion hinaus einzusetzen.

Dies ist auch der Grund warum wir bis heute 10% unseres Gewinns an den gemeinnützigen Verein Viva Con Agua e.V. spenden, welcher vielfältige Wasserprojekte im In- und Ausland fördert und sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitär- & Hygieneversorgung einsetzt.

In diesem Sinne: Wasser für Alle!

Euer HYDROPHIL-Team

Viva con Agua Wasserprojekt in Äthiopien //copyright by Steffen Z Wolf

Viva con Agua Wasserprojekt in Äthiopien //copyright by Steffen Z Wolf

// Kleiner Leitfaden zu nachhaltigem Konsum

Wo genau wird eigentlich mein Pullover produziert? Unter welchen Arbeitsbedingungen wird meine Zahnbürste hergestellt? Und mit welcher Verpackung liegt meine Kekspackung im Supermarktregal? Immer mehr Menschen ist es wichtig, den Weg ihrer Produkte lückenlos verfolgen zu können. Um das zu gewährleisten, ist es auf der einen Seite Aufgabe der Produzenten und Händler, diesen Weg transparent darzustellen und auf der anderen Seite die Pflicht von aufmerksamen Konsumenten, jedes Produkt kritisch zu hinterfragen.

Ich bin Lena und mache gerade ein Praktikum bei HYDROPHIL. Eigentlich studiere ich Nachhaltigkeitsmanagement. Dieser Artikel soll euch einen kleinen Leitfaden für nachhaltigen Konsum an die Hand geben. Selbst, wenn Hersteller nicht immer alle Informationen über den Lebensweg eines Produktes zur Verfügung stellen, kann sich jeder noch vor dem Supermarktregal diese Fragen ins Gedächtnis rufen und sich dadurch bewusster für oder gegen einen Kauf entscheiden.

Verpackung

Die Verpackung ist wohl das offensichtlichste Merkmal eines Produktes, das auf den ersten Blick bereits etwas über dessen Umweltverträglichkeit verrät. Ob im Supermarktregal, in der Drogerie oder im Elektrohandel – kleine Verpackungssünder stechen meist schnell ins Auge. Warum brauchen Gurken trotz Schale eine Plastikhülle? Sind kleine Pröbchen von Shampoo und Duschgel in Plastik wirklich nötig? Und muss es wirklich das exotische Mineralwasser in der Einwegplastikflasche sein? Bei jedem Griff zu unnötig verpackten Produkten entsteht mehr Müll – und im Fall der Plastikflasche sogar ziemlich langlebiger: Eine PET-Flasche zerfällt erst nach 450 Jahren. Also lieber häufiger zur unverpackten Alternative greifen. Das ist bei Lebensmitteln, wie Obst und Gemüse, mittlerweile sogar beim Discounter möglich, ansonsten helfen Unverpacktläden weiter. Dort findet man oft auch selbst hergestellte Deos, Shampoos oder Reinigungsmittel. Bei einigen Produkten (zum Beispiel auch bei unseren Zahnbürsten) bietet sich aus hygienischen Gründen eine Pappverpackung aus recycelten Materialien an.

Love Leitungswasser!

Was ist zu beachten bei den Inhaltsstoffen und der Art der Herstellung?

Wenn man in Hamburg am Waschbecken steht und sich genüsslich die Zähne schrubbt, liegt der Gedanke an die Herkunft der genutzten Produkte vielleicht erst einmal fern. Welche Roh- und Inhaltsstoffe wurden verwendet? Wo kommen diese her? Sind diese eventuell umweltschädigend? Dabei kann es sich um ganz unterschiedliche Stoffe handeln. Wir bei HYDROPHIL geben euch die Garantie, Produkte ohne Aluminiumsalze, Parabene und Erdöl herzustellen. Während Aluminiumsalze in Verdacht stehen, Brustkrebs und Alzheimer auszulösen, können Parabene das Hormonsystem beeinflussen. Auch Erdöl als fossiler Rohstoff wird bei uns nicht verarbeitet. Aufschluss über die Zusammensetzung eines Produktes liefert oft ein Blick auf die Inhaltsstoffliste, eine Internetrecherche kann bei Fragen zur Herkunft und Gefährlichkeit helfen. Außerdem ist es interessant, sich zu fragen, wie viel Wasser und Strom bei der Herstellung eines Produkts vermutlich verbraucht wird. Wasser ist eine endliche Ressource. Werden in wasserarmen Regionen trotzdem Produkte gefertigt oder angebaut, die einen hohen Wasserverbrauch haben, kann das zu Wasserknappheit oder Dürren führen. Desweiteren gilt natürlich auch, regionale Produkte zu bevorzugen, denn weite Lieferwege führen zu einem höheren COAusstoß.

Love WaterWie genau können sich beispielsweise Arbeitsbedingungen unterscheiden?

Eigentlich sagt bereits der gesunde Menschenverstand, dass ein T-Shirt für fünf Euro nicht unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden kann. Aber nicht immer ist der Preis ein Richtwert, auch teure Marken werden meist unter ähnlich schlechten Bedingungen hergestellt. Vor dem Kauf sollte man sich daher immer einige Fragen zu den Arbeitsbedingungen im Produktionsland stellen. Werden in den Herstellungsländern faire Löhne gezahlt? Werden Sicherheitsvorschriften in den Produktionsstätten eingehalten? Ein besonders wichtiger Punkt ist hierbei natürlich, dass Gesundheitsschäden für die Arbeiter vermieden werden. Ein besonders drastisches Gegenbeispiel ist der Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch 2013, bei dem mehr als 1100 Arbeiter getötet wurden. In vielen Herstellungsprozessen werden außerdem giftige Chemikalien, beispielsweise zum Bleichen verwendet. Überstunden sind in Textilfabriken die Regel, Urlaub und Absicherung bei Krankheit oft nur ein Glücksfall. Beim Kauf sind Label wie Fairtrade und GOTS ein guter Anhaltspunkt, ansonsten schaut euch einfach mal auf den Internetseiten der Hersteller um.

Was mich generell an dem Thema stört ist, dass die meisten Firmen diese Information eher verdeckt halten und es sehr lange dauert die richtige Information zu finden. Kennt Ihr das?

Wir bei HYDROPHIL haben es uns zum Ziel gesetzt, faire, vegane und wasserneutrale Produkte zu produzieren. Außerdem informieren wir euch gerne über die Herstellung unserer Produkte. Hier [Link zum dazugehörigen Artikel einfügen] findet Ihr zum Beispiel einen Bericht über den letzten Besuch von Christoph, Wanja und Sebastian bei unseren Produzenten in China. Ganz besonders liegt es uns am Herzen, dass die Menschen die für uns in China die Zahnbürsten produzieren unter guten Bedingungen arbeiten. Deshalb zahlen wir ihnen einen Lohn, der 20% über dem lokalen Mindestlohn liegt und stellen grundsätzlich nur volljährige Arbeiter ein. Der Bambus muss außerdem in der Region um Shanghai nicht zusätzlich bewässert werden. Aber auch hier in Deutschland setzen wir auf eine nachhaltige Produktion: Unsere Seifen werden in Grömitz hergestellt, die Zahnputzbecher in Pinneberg und die Zahnbürstenhalter, Kulturtaschen und die Garderobe sind made in Hamburg. Damit sparen wir lange Transportwege und verringern den COAusstoß. Wer in Hamburg oder Umgebung wohnt, kann seine Bestellungen außerdem persönlich bei uns abholen und spart damit neben den Versandkosten natürlich auch CO2 durch den Transport.

Erst durch eine ausreichende Information und Transparenz kann ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden. Als kleine Stütze dafür habe ich euch zusätzlich zu diesem Artikel eine kleine Checkliste erstellt. Produkte, die besonders viele Kriterien erfüllen könnt Ihr guten Gewissens kaufen. Aber keine Panik, nicht immer können alle Punkte zu 100% erfüllt werden – hier heißt es dann abwägen. Vielleicht steht ja hinter der nächsten Ecke schon eine nachhaltigere Alternative zur Verfügung?

ChecklisteLove Leitungswasser

Faire Arbeitsbedingungen

• Gesundheitsrisiken werden vermieden

• Es werden faire Löhne gezahlt

Herstellung und Herkunft

• Umweltschonende Inhaltsstoffe

• Regionale Produktion

• Regionale Inhaltstoffe

• Energiesparende Herstellung

• geringer Wasserverbrauch im Herstellungsprozess

• geringer CO2 Ausstoß in der Herstellung

• nachhaltiges Design

• Langlebig

• Zeitlos

• Reparaturfreundlich

Verpackung

• Möglichst unverpackt oder wenig, möglichst plastikfreies Verpackungsmaterial

• Umweltschonendes Material

• Recycelbar

• Nachfüllbar

• Umweltfreundlicher Transport

// Dieser Artikel wurde von unserer Praktikantin Lena verfasst. //

// Da wo Bambus wächst 2017

Ahoi hoi!

Auch dieses Jahr haben wir uns unseren jährlichen Besuch in unseren Zahnbürsten Produktionsstätten natürlich nicht nehmen lassen. Im September ging es daher für Christoph und Wanja wieder gemeinsam mit unserem Filmer Lennart Ritscher auf Reise – natürlich dahin wo der Bambus wächst. 2017_09_07_Hydrophil_China_Leica_Karte_02_0022

Neben einem Besuch in unserer Zahnbürsten Produktion in Lishui wollten wir auch in unserer nagelneuen Produktionsstätte in Ningbo einen Besuch abstatten, wo seit gut einem Monat ebenfalls unsere nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus hergestellt werden. Auch ein Stopp in unserem Bambuswald und bei unseren Etui Produzenten durfte in diesem Jahr nicht fehlen. Währenddessen natürlich immer dabei: Unsere Kamera, um Euch zu zeigen, wie unsere nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus entstehen. Neben vielen Fotos haben wir Euch in diesem Jahr auch eine ganze Reihe Videos mitgebracht. Diese könnt ihr Euch hier oder direkt auf unserem YouTube Kanal anschauen, schließlich sagen (bewegte) Bilder oft einfach mehr als Worte.

Weiter unten findet Ihr zudem noch einige Bilder von unserer diesjährigen Reise sowie allgemeine Informationen zu unserem Bambus sowie dazu, warum wir uns für die Weiterverarbeitung direkt vor Ort entschieden haben.

Warum wir Bambus als Rohstoff für unsere nachhaltigen Zahnbürsten verwenden

Bambus eignet sich dank seiner natürlichen antibakteriellen Eigenschaften perfekt als Material zur Herstellung innovativer und nachhaltiger Hygieneprodukte.  Ideale Wachstumsbedingungen findet unser Moso-Bambus in unserer Anbauregion bei Lishui und kann eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen. In ihrer etwa zweijährigen Wachstumsphase bindet eine Pflanze, aus welcher wir etwa 1000 Zahnbürsten herstellen, dabei wesentlich mehr Co2 als heimische Bäume und ist damit ein echter Superheld in Sachen Klimaschutz und Ökobilanz.

Vom Bambus zur nachhaltigen Zahnbürste

Um auch die Transportwege möglichst kurz zu halten, verarbeiten wir unsere Produkte direkt in der Nähe unseres Anbaugebiets weiter. Unsere Mitarbeiter vor Ort erhalten eine Bezahlung, welche 20% über dem Mindestlohn liegt und natürlich auch die notwendige Arbeitsschutzkleidung. Das Mindestalter für eine Einstellung in unserer Produktion liegt bei 18 Jahren.

Insbesondere in einem Land in welchem faire Bedingungen und die Einhaltung von Arbeitsrechten nicht selbstverständlich sind, finden wir es umso wichtiger, uns vor Ort für die Schaffung eines Bewusstseins für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen einzusetzen. Davon, dass diese Bedingungen auch eingehalten werden, überzeugen wir uns mindestens einmal jährlich persönlich vor Ort.

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// Viva con Agua: Water Walk

Viva con Agua setzt sich als ein Netzwerk von Menschen und Organisationen für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Versorgung ein. Kreative Aktionen, wie beispielsweise der Water Walk sollen Aufmerksamkeit für Themen wie Wasserversorgung, Sanitation & Hygiene („WASH“) schaffen, mit denen gleichzeitig Spenden für weltweite Wasserprojekte gesammelt werden.

Der diesjährige Water Walk findet vom 6.-30. November statt. 20-30 internationale Läufer werden gemeinsam von Kigali bis in Ugandas Hauptstadt Kampala, also eine Strecke von ca. 512 km laufen. Auf dem Programm stehen unter anderem Übernachtungen in Schulen, an denen Hygieneworkshops gegeben werden, sowie der Besuch eines Flüchtlingscamps an der Grenze von Ruanda und Uganda. Letztendlich sollen mit dem Lauf mindestens 30.000 Euro für zwei Projekte in Uganda und Ruanda gesammelt werden, die beispielsweise für Brunnenbohrungen, Fortbildungen und Hygieneworkshops, sowie der Vermittlung von Kontakten zwischen lokalen Organisationen und relevanten Stakeholdern eingesetzt werden. Ziel beider Projekte ist es den Menschen vor Ort Zugang zu sauberem Trinkwasser und angemessenen sanitären Einrichtungen zu verschaffen und die örtlichen hygienischen Bedingungen zu verbessern. Wenn Du Lust hast den diesjährigen Water Walk zu verfolgen oder zu unterstützen findest Du weitere Informationen hier.

// Vielen Dank für diesen Artikel an unsere Praktikantin Linda!

// Sales Manager (m/w) in Vollzeit gesucht

Zur Verstärkung unseres Teams in Hamburg suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Sales Manager (m/w) in Vollzeit.

Was das genau bedeutet, Dich bei uns erwartet und was wir uns von Dir wünschen, siehtst Du in der Ausschreibung im Folgenden.
Wenn Du der Meinung bist, dass wir genau Dich damit meinen, dann wende Dich mit aussagekräftiger Bewerbung bis zum 31.10.2017 an Sarah.

Bitte beantworte dazu noch die 2 folgenden Fragen kurz:
1.  Welche ist Deine Lieblingsmarke & warum?
2. Was würdest Du mit 2,3 Millionen Euro machen?Ausschreibung Sales